Kommentar zur US-Anklage gegen 13 Russen Was wusste Trump?

Die Anklage Robert Muellers gegen 13 Russen wegen Einmischung in die US-Wahlen ist von immenser Bedeutung. Dem Versuch von US-Präsident Donald Trump, so zu tun, als sei nichts geschehen, fehlt längst jede Basis. Denn nun spricht das amerikanische Strafrecht.

Von Thomas Spang
US-Sonderermittler Robert Mueller.
US-Sonderermittler Robert Mueller. Foto: dpa

Die Geschworenen der Grand Jury sahen genügend Beweise, um konkret gegen 13 Personen wegen Verschwörung, Geldwäsche und anderer Vergehen vorzugehen. Mueller knöpft sich dabei die Internet Research Agency in St. Petersburg vor, die so etwas wie die Spinne im Netz der russischen Desinformationskampagne in den USA war.

Für das Weiße Haus kann es nur ein schwacher Trost sein, dass in dieser Klage keine Mitglieder des Trump-Wahlkampfteams genannt werden. Denn das heißt nicht, dass dies nicht später noch nachgeholt wird.

Trump hat jeden Grund, nervös zu werden. An der Einmischung der Russen besteht kein Zweifel. Die Amerikaner verdienen eine Antwort auf die Frage, was Trump davon wusste und ob Mitglieder seines Teams wissentlich mit Moskau die Zusammenarbeit suchten.

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