Kommentar zur Segnung Homosexueller Langwieriger Prozess

Führende katholische Kirchenrepräsentanten in Deutschland haben sich mit wohlbedachten Worten an das Thema »Segnung homosexueller Paare« herangetastet. Denn es ist an der Zeit, dass die Kirche eine eindeutige Haltung zu einer Frage findet, die an der Basis viele beschäftigt und die zahlreiche Geistliche mit Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren für sich bereits beantwortet haben. Bislang gibt es in der Debatte aber weder von der Deutschen Bischofskonferenz noch aus den Bistümern eine eindeutige Position. Verständlich. Denn dieser Diskurs ist schwierig, stellt er doch eine jahrtausendealte Position auf den Prüfstand.

Von Bernd Bexte
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Lukas Brekenkamp

Es geht jetzt nicht darum zu demonstrieren, wer moderner, toleranter, »zeitgeistiger« ist. Es wird darum gehen, mit Respekt für die Meinung des anderen eine Diskussion in der Kirche und unter den Gläubigen zu führen, die letztlich wohl zu einer Kehrtwende in einer strittigen Frage führen wird. Aber sicher ist auch das nicht. In evangelischen Landeskirchen jedenfalls war dies ein langwieriger Prozess. Der steht jetzt der katholischen Kirche bevor.

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Langwieriger Prozess

Auch die Kirchen müssen akzeptieren,, dass sich die Menschen immer häufiger in gemischte homo- und heterosexuelle Paarungen zusammenfinden werden und dabei auch ihre eigenen "Geschlechterrollen" wechseln. Auch wird m. E. die Ehe auf Dauer einer Partnerschaft auf Zeit weichen. Das Single-Dasein wird zur Norm werden. Die Zukunft liegt in der elektonischen Partnerschaft. Sie haben für die Menschen zwei Vorteile. Sie sind in der Regel anonym und damit in keiner Weise verplichtend. Da der Kontakt unkörperlich stattfindet, gibt es auch kein Infektionsrisiko. Wenn wir ins Netz schauen. begegnen uns zunehmend die "virtuellen Sexpraktiken" - unzensiert. Und auch die spirituellen Formen des Sex, wie im Tantra und ähnlichen mentalen Praktiken, erfahren eine grosse Verbreitung und werden weder vom Staat noch von den Kirchen aufgehalten werden.

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