Kommentar zum Pflegequalitätsbericht Investition ins Alter

Alt werden möchte jeder – pflegebedürftig niemand. Doch gegönnt ist der gnädige Tod im Schlaf nach 90 gesunden Jahren den wenigsten. Diejenigen, die in der Pflege tätig sind, wissen das am besten. Allein schon, weil sie die eigene Zukunft ungeschönt täglich vor Augen haben, sollte und kann man ihnen beste Absicht unterstellen.

Von Ingo Steinsdörfer
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Auch sie möchten schließlich später einmal gut gepflegt und behandelt werden.

Dass trotzdem Fehler passieren können – klar. Wenn Fehler aber im System begründet sind, muss daran gearbeitet werden, sie auszuschließen. Dazu gehört, die Bedingungen für die Pflegekräfte zu verbessern, damit sich mehr Menschen für den Beruf entscheiden. Geduld und Mitgefühl bringt nur auf, wer die Zeit dafür hat. Not tut aber auch die Einführung eines aussagekräftigen Pflege-TÜV, der Heime und ambulante Dienste so bewertet, dass sich die Spreu vom Weizen trennt und Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sich gut informiert guten Gewissens entscheiden können.

Das alles kostet Geld. Aber eine gute Behandlung im Alter sollte uns diesen Einsatz wert sein.

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