Kommentar zu Dopingtests Was ist die Alternative?

Wer weiß schon, wo genau er in drei Monaten zu einer bestimmten Zeit sein wird? Hochleistungssportler müssen es wissen – und öffentlich machen. Verstößt das gegen die Menschenrechte? Der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg sagt: Nein!

Von Oliver Kreth
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Anti-Doping-Systeme sind nicht perfekt, sie sind umstritten. Vor allem bei Sportlern. Den einen sind sie zu lax, den anderen zu streng. Ein System, auf das sich alle einigen können und das vor den Augen aller Bestand hat, wird es nicht geben.

Einig ist man sich bei Sportlern, Funktionären und Politikern nur darin: Unangekündigt, unregelmäßig und im Training müssen die Tests erfolgen – nur dann bieten sie den Hauch einer Chance, ein bisschen Gerechtigkeit nach Jahrzehnten der Ungerechtigkeit zu erreichen.

Die Sportler und Verbände, die geklagt haben und deren Unwohlsein durchaus nachvollziehbar ist, sollten über zwei Fragen nachdenken: Wie kann der Sport wieder dopingfreier werden – und wer ist schuld, dass es zu solch gravierenden Einschränkungen der persönlichen Freiheit gekommen ist?

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