Kommentar zum Wolfsgutachten und dem Appell für die Bejagung der Tiere Panikmache

Zwischen berechtigter Sorge und Panikmache ist es manchmal nur ein schmaler Grat. Das Wolfsgutachten vom Landwirtschaftsverband und den Jägern sowie die »Mahnfeuer gegen uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes« sind zwei weitere Beispiele für Panikmache.

Von Dietmar Kemper
Sieben Mal wurde In NRW in diesem Jahr bislang ein Wolf gesichtet.
Sieben Mal wurde In NRW in diesem Jahr bislang ein Wolf gesichtet. Foto: dpa

Dadurch wird der Eindruck erweckt, als stünde eine Invasion der Wölfe bevor. Fakt ist: In NRW ist in diesem Jahr ganze sieben Mal ein Wolf gesichtet worden. Und, liebe Leser: Haben Sie in den vergangenen Monaten einen im Wald gesehen? Wohl kaum. Selbstverständlich müssen zum Beispiel Schafzüchter Wölfe nicht mögen, wenn sie über einige ihrer Tiere herfallen. Aber die Schäden sind bislang keineswegs dramatisch – da richten Wildschweine sehr viel größere an.

Wer den Abschuss von Wölfen fordert, sollte dazusagen, dass es längst möglich ist, etwa verhaltensauffällige Tiere in der Nähe von Schulen zu töten. Dramatisieren schreibt nur eine jahrhundertealte Geschichte fort, in der der Wolf stets als Gefahr dargestellt wurde. Dabei ist er als Scheu bekannt und verdient als Teil der Schöpfung Respekt statt Kugeln.

Kommentare

Naive Westfalen

Ich möchte hier nur mitteilen, dass man in Niedersachsen ähnlich naiv war. Zumal man ja immer hörte, wie "gut und problemlos" die Sachsen mit den Wölfen klarkamen. Das die Fakten dort auch anders sind, wurde erst in der Aufwachphase klar.
2012 hatte Niedersachsen ein Wolfsrudel. Jetzt, nur 5 Jahre später, sind es 12! offizielle und jede Menge inoffizielle Rudel. Es werden nachweislich seit 2016 über 170 Nutztiere (dieses Jahr sicherlich über 200) nur in unserem Bundesland gerissen. Wölfe überspringen teilweis über 1,40m hohe Zäune und reißen auch erwachsene Kühe (Raum Cuxhaven). Vielfach werden Tiere auch "nur lebendig angefressen" und leiden Höllenqualen bis man sie findet.
Die, die nicht naiv und dumm bleiben wollen, sollten doch mal in das niedersächsische Rissregister schauen, um die Entwicklung nachzuvollziehen.
Das Gutachten von Prof. Pfannenstiel spricht allen von Wölfen betroffenen Menschen aus der Seele. Die, die es als Panikmache bezeichnen haben schlicht keine Ahnung von der Realität!

https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/nutztierrisse/

Panikmache

Das Wolfsgutachten ein Beispiel von einem deformierten, weil zutiefst neurotischem, verzerrt-eindimensionalen Bewusstsein. Auch im Zentrum eines Wolfshassers steht das sich als absolut setzende Ich, das die Verbindung zu allem Lebendigen verloren hat. Wann kapieren diese Menschen, dass der Mensch nicht Teil der Natur ist, sondern das Mensch Erde, Pflanzen und Tier in sich hat, will heissen, die Natur Teil des Menschen ist? Es ist einfach ein Hohn, wenn sich der Mensch als Mittelpunkt betracht und alles andere als Umwelt. Wie sagt einst Mahatma Gandhi, ...wenn der Mensch versagt, die ganze Welt im selben Masse versagt

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