Kommentar zu Arminia Erst die Flatter, dann die Quittung

Testspiele gut und schön. Aber die Wahrheit liegt nunmal nicht in Benidorm (2:1 gegen Warschau) oder in Osnabrück (2:0 gegen den VfL) auf dem Platz, sondern im Karlsruher Wildpark. 2:3 hat Arminia den Auftakt in die Rückrunde vergeigt. Und muss die Schuld dafür vor allem bei sich selbst suchen.

Von Dirk Schuster
Torwart Thomas Hesl (links) und Julian Börner nach dem Spiel gegen Karlsruhe.
Torwart Thomas Hesl (links) und Julian Börner nach dem Spiel gegen Karlsruhe. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld hatte in Baden beinahe alles unter Kontrolle, lag sogar verdient in Führung. Und erlebte dann einen ganz schlimmen Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten. Haarsträubende Abwehr- und Torwartfehler luden Karlsruhe zu Toren ein. Arminia bekam die Flatter. Und am Ende die Quittung.

Bei zwei der drei Treffer sah Wolfgang Hesl nicht gut aus. Es waren nicht die ersten Fehler des Schlussmanns in dieser Saison. Nun eine Torwartdiskussion vom Zaun zu brechen, wäre jedoch kontraproduktiv. Das würde die offenbar noch immer instabile Abwehr zusätzlich schwächen. Dennoch: Ein bisschen zupackender muss der 31-Jährige in Zukunft auftreten, damit es etwas wird mit dem Klassenerhalt.

Grund, nach der an sich guten Wintervorbereitung nun alles in Frage zu stellen, liefert die gestrige Begegnung nicht. Doch sie muss auch dem Letzten klar gemacht haben, dass Platz 15 in dieser Saison für den DSC wohl das Maß aller Dinge sein wird.

Dass diesen rettenden Rang nun erst einmal der KSC einnimmt, lässt die Niederlage doppelt schwer wiegen. Zwei Auswärtspünktchen hat Arminia bisher gesammelt. Damit der DSC nicht frühzeitig den Anschluss verliert, müssen in den Heimspielen Siege her. Am besten schon am Freitag gegen 1860.

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