Kommentar zum DAK-Gesundheitsreport Keine Maschinen

Woran liegt es, dass die Zahl der durch psychische Erkrankungen bedingten Fehltage binnen zweier Jahrzehnte so enorm gestiegen ist?

Von Andreas Schnadwinkel
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

In erster Linie ist die Verdreifachung der Fälle auf die Digitalisierung der Arbeitswelt zurückzuführen. In den späten 90er Jahren hat diese Entwicklung begonnen, und sie geht immer weiter. Als am Neuen Markt die Zukunftsbranchen Internet, Multimedia und Telekommunikation gehandelt wurden, war nicht absehbar, welche gesundheitlichen Belastungen die technische Revolution mit sich bringen würde.

Und vor zehn Jahren hielt das Smartphone Einzug in unseren Alltag – eine Erfindung, die Segen und Fluch zugleich ist. Permante Ablenkung und Erreichbarkeit bleiben nicht ohne Folgen: Das ist eine starke Belastung – ob beruflich oder privat.

Auch wenn es eine Binsenweisheit ist: Menschen sind keine Maschinen. Ihre Leistungsfähigkeit lässt sich nicht beliebig steigern. Das müssen auch die Fleißigen und Ehrgeizigen begreifen, die sich für unentbehrlich halten. Wie entbehrlich sie sind, merken sie oft erst, wenn sie krank sind.

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