Kommentar zur Silvesternacht am Kölner Dom Bitte keine Lobhudelei

Es ist keine Überraschung, dass es diesmal in Köln ruhig blieb. Schließlich war die Polizei fast schon in Armeestärke angerückt.

Von Dietmar Kemper
Polizisten umringen vor dem Hauptbahnhof in Köln eine größere Gruppe von Nordafrikanern.
Polizisten umringen vor dem Hauptbahnhof in Köln eine größere Gruppe von Nordafrikanern. Foto: dpa

Die Verantwortlichen, von Innenminister Jäger bis zur Kölner Polizeiführung, sollten sich Lobhudeleien verkneifen – ihr Versagen vor einem Jahr ist keineswegs vergessen.

Auf keinen Fall darf jetzt wieder der Schlendrian einziehen, weil beim nächsten Jahreswechsel weniger Journalisten und Kameras das Geschehen auf der Domplatte beobachten werden. Denn die hohe Zahl der offenbar aggressiven jungen Männer vor allem aus Nordafrika, die wieder nach Köln, aber auch Essen und  Dortmund kamen, ist erschreckend.

Sie werden zum Dauerproblem für die Sicherheit – nicht nur zu Silvester. Mit Stigmatisierung einer ausländischen Bevölkerungsgruppe hat das nichts zu tun, sondern mit einem nüchternen Blick auf die Realität.

Niemand hat etwas gegen Nordafrikaner, wenn sie sich an die Gesetze halten. Wer aber Frauen begrapscht und Passanten bestiehlt, ist ein Fall für Polizei und Justiz. Silvesterfeiern unter Aufsicht werden leider zur Gewohnheit.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.