Kommentar zum Fall Petra Hinz Ende einer Lebenslüge

Dass in der Politik geschummelt wird, dass Wahlversprechen nicht immer eingehalten werden und Politiker sogar ihre Doktorarbeit abschreiben, ist hinlänglich bekannt.

Von Hagen Strauß
So stellte sich Hinz auf der Internetseite des Bundestages vor.
So stellte sich Hinz auf der Internetseite des Bundestages vor. Foto: Screenshot

Aber dass eine Abgeordnete gleich die zentralen Stationen ihres Lebens, die ihr die politische Laufbahn in dieser Form überhaupt erst möglich machen, und ihres beruflichen Werdegangs fälscht und damit auch noch Jahrzehnte durchkommt, ist dann doch eine Überraschung.

Fast wäre man geneigt zu sagen: Respekt für so viel Chuzpe. Aber in Wahrheit hat die SPD-Abgeordnete Petra Hinz sich und anderen nur etwas vorgemacht. Sie hat mit einer Lebenslüge gelebt, sie hat die Wahrheit vermutlich jahrelang verdrängt.

Was gibt es Schlimmeres mit Blick auf die eigene Biografie? Umso härter ist das Erwachen, wenn man plötzlich auffliegt. Das ist jetzt passiert. Hinz hat ihr Mandat niedergelegt. Und das ist gut so.

Erstens ist der Vertrauensbruch gegenüber ihren Wählern und ihrer Partei so gravierend, dass sie nicht im Parlament verbleiben kann. Zweitens bietet für Hinz sich nun die Chance, sich persönlich neu zu finden und zu sortieren.

Kommentare

Diese Betrügerin kann ja jetzt mit ihren Altersbezügen, die ihr als "Abgeordnete" zustehen, ihr Abitur und ihr Studium nachholen. Es ist doch immer wieder schön zu erleben, wie es sich in einer Bananenrepublik lebt.

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