Neue Zeltstadt Vorausschauend

Von Christina Ritzau

Hier soll die neue Zeltstadt entstehen.
Hier soll die neue Zeltstadt entstehen. Foto: Jörn Hannemann

Fünf mögliche Standorte für eine neue Flüchtlings-Zeltstadt waren im Gespräch – der sechste wird’s. Die Nachricht, dass die neue Unterkunft in Büren entsteht, kommt überraschend. Umso mehr ist es anzuerkennen, dass Bürgermeister Burkhard Schwuchow (CDU) nicht auf die Entscheidung schimpft, sondern »große Hilfsbereitschaft« ankündigt.

Es ist erstaunlich wie schnell alles gehen kann, wenn die Not groß ist. Wenn alles nach Plan läuft, und Ende Dezember tatsächlich die ersten Flüchtlinge in die Bürener Zeltstadt einziehen, dann wären seit der Entscheidung gerade einmal zweieinhalb Monate vergangen.

Man mag es makaber finden, dass die neue Unterkunft neben einer Abschiebehaftanstalt gebaut wird. Man mag es auch unangemessen finden, dass zwischen 15 000 und 17 000 Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen in Zelten wohnen und dass viele voraussichtlich so überwintern müssen. Aber was tun, wenn es anders nicht geht?

Dass die Bezirksregierung Detmold gleich mehrere Standorte geprüft hat, ist vorausschauend. Denn die neue Zeltstadt in Büren wird bestimmt nicht die letzte sein, die in der Region entsteht. Dass die Suche nach geeigneten Flächen weitergeht – wenn auch nur für den Notfall – wurde ja bereits angedeutet.

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