Neue Grenzkontrollen Zeichen von Schwäche

Von Matthias Meyer zur Heyde

Wir schaffen das? Europa   zieht  die Zäune hoch, um Flüchtlinge draußen zu halten, und Deutschland heißt sie alle willkommen? Wir schaffen das nicht: Die Grenze zu Österreich wird wieder kontrolliert.

Das dürfte die  Verzweifelten kaum abhalten – das vermochte 1989 nicht mal mehr der Todesstreifen zwischen Ost und West. Niederschmetternd aber ist das Eingeständnis, dass nicht nur Europa in der Krise unfähig zu einer Gemeinschaftsaktion mit gerechter Lastenverteilung ist, sondern auch das zwar hilfswillige, aber in föderales Kleinklein verstrickte Deutschland.

Wann gibt es einen Gipfel?

Rheinland-Pfalz fordert eine Flüchtlingskonferenz der Ministerpräsidenten. Warum hat dieser Gipfel nicht längst stattgefunden? München hat seit Ende August weit mehr als 60.000 Flüchtlinge einquartiert. Warum schaffen andere Großstädte nichts Vergleichbares? 1989 hat Helmut Kohl einen Zehn-Punkte-Plan aus der Schublade gezogen, keinen fertigen Masterplan zwar, aber eine fruchtbare Arbeitshypothese. Wo ist heute das Pendant in der Flüchtlingskrise?

Stattdessen zofft sich die Politik  und zieht auf der Straße Links gegen Rechts zu Felde: Zeugnis einer gespaltenen Gesellschaft. Teile der  Republik schwächeln, wo doch Stärke dringend nötig wäre.

Kommentare

Zeichen von Schwäche

Warum Schwäche? Nur weil ein geordnetes Einreisen stattfinden soll? Oder sind wieder Berichterstatter unterwegs, die uns ein schlechtes Gewissen machen sollen?
Nun gut, egal wie man sich verhält, es gibt immer einen Grund irgendetwas zu bemängeln. Wäre schön, wenn sich andere Staaten diesem Problem stellen würden.

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