Stromkosten Zunehmender Ärger

Von Edgar Fels

Symbolfoto: dpa
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Wieder einmal treibt die Energiewende merkwürdige Blüten: Weil derzeit wegen der Hitze sehr viel Strom aus Photovoltaikanlagen in die Netze gespeist wird, muss der Verbraucher mit höheren Kosten rechnen. Grund dafür ist der notwendige technische Aufwand, um die Leitungen stabil zu halten – also einen möglichen Blackout zu vermeiden.

So gesehen, bereitet Ökostrom derzeit keine Freude.

Dass nun auch jener Strom, der hierzulande auch mit der Kraft von Sonne und Wind produziert wird, zu billigen Preisen ins Ausland fließt, dürfte die in der Bevölkerung eigentlich hohe Akzeptanz der Energiewende schwächen. Dabei stammen bereits gut 28 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus regenerativen Quellen. Was die Politik als Erfolg verkauft, ärgert zunehmend viele Verbraucher und wird vor allem von der Industrie als unkalkulierbares Kostenrisiko gesehen. Betreiber von Gas- und Kohlekraftwerken sind die Verlierer. Sie schreiben mit ihren Anlagen rote Zahlen. Und je mehr Kraftwerke abgeschaltet werden, desto stärker dürften die Strompreise steigen.

Das Energiesystem mit den hohen Umlagen ist unbefriedigend und wird wohl noch lange eine Baustelle bleiben. Die Politik muss aufpassen, dass die Stimmung nicht gänzlich kippt.

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