Russland Sanktionen wirken

Von Bernhard Hertlein

Öffentlich zeigt sich Russland Präsident Wladimir Putin nicht beeindruckt von den Sanktionen.
Öffentlich zeigt sich Russland Präsident Wladimir Putin nicht beeindruckt von den Sanktionen. Foto: dpa

Keine Frage: Die Sanktionen gegen Russland wirken. Verstärkt wird der Negativeffekt auf Wirtschaft und Gesellschaft durch den Preisverfall bei  Rohstoffen. Die Folgen sind gravierend – für den westlichen  Maschinenbau,  die  Lebensmittel- und Textilbranche, aber  noch viel mehr  für die russische Bevölkerung.

 Diese Folgen sind nicht schön.  Sanktionen sind kein Wohlfahrtsprogramm. Doch wer deshalb für eine bedingungslose Aufhebung eintritt, muss Vorschläge machen, wie Russlands Präsident  stattdessen gehindert werden soll, Europas Landkarte nach eigenem Gutdünken zu verändern. Etwa durch Krieg? Die  Folgen wären    weitaus inhumaner.

Putin zeigt sich nicht beeindruckt

Nichts deutet öffentlich darauf hin, dass Putin von den Sanktionen beeindruckt  ist. Doch das schien  das Regime in Teheran viele Jahre auch nicht. Immerhin gibt es  erstmals Anzeichen, dass sich der Diktator im Moskauer Kreml  nicht mehr alles erlauben kann. Hunderttausende Unterschriften gegen die  angeordnete Verbrennung westlicher Lebensmittel sind ein gutes Zeichen – wenn auch noch keine Wende.

So gut die Sanktionen sind, sie dürfen nicht das einzige Mittel sein. Es ist Zeit für eine erneute politische Initiative. Ein Jahr nach Beginn der Sanktionen kann der Westen aus einer  Position gewachsener Stärke verhandeln.

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