Rückrufe Nicht überraschend

Von Wolfgang Schäffer

Auch bei Airbags kam es schon zu Fehlfunktionen.
Auch bei Airbags kam es schon zu Fehlfunktionen. Foto: dpa

Nein, überraschend ist es keinesfalls, dass die Zahl der Rückrufe bei Kraftfahrzeugen wächst.  Einer der Gründe dafür ist  die Gleichteilestrategie. Wenn  Konzerne wie General Motors, Toyota oder auch Volkswagen mit einem fehlerhaften Teil beliefert werden, kann sich das weltweit gleich in einem millionenfachen Rückruf niederschlagen. Schließlich werden beispielsweise Airbags eines Zulieferers  nicht nur bei mehreren Modellreihen der jeweiligen Produzenten, sondern  markenübergreifend –  also auch  bei den Tochterfirmen –  eingesetzt.

Auf der anderen Seite drehen die Hersteller immer mehr an der Kostenschraube, was sich natürlich auf die  Preise der Zulieferer auswirkt. Die wiederum versuchen, günstiger zu produzieren. Und da reicht dann manchmal schon die kleine    Veränderung eines qualitativ weiterhin  ebenso hochwertigen Teils aus, um das technisch diffizile  Zusammenspiel  eines Autos zu stören. Der nächste Rückruf ist programmiert.
Gerade auch deshalb sind   die Hersteller in der Pflicht, ihre Qualitätskontrollen  zu verstärken. Sie sind für das Gesamtprodukt verantwortlich, müssen  um das Vertrauen der Kunden kämpfen und dürfen vor allem deren Gesundheit nicht aufs Spiel setzen. Eine defekte Benzin- oder Bremsleitung ist lebensgefährlich.

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