Flüchtlinge Auf Kosten achten

Von Christian Althoff

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Gut 600 Millionen Euro sind 2014 in Nordrhein-Westfalen für Flüchtlinge ausgegeben worden – der größte Teil von Städten und Gemeinden, der Rest von Bund und Land. Letztlich wurde die gesamte Summe also von uns Steuerzahlern aufgebracht.

600 Millionen Euro – das sind ungefähr ein Prozent des Landeshaushalts. Rechnet man die Summe auf die Bürger um, belastet die Bewältigung des Flüchtlingsdramas jeden in NRW mit durchschnittlich 34 Euro im Jahr.

Diese Zahl sollte geeignet sein, mehr Sachlichkeit in die Flüchtlingsdebatte zu bringen. Jeder Deutsche haftet rein rechnerisch mit 1055 Euro für die Kredite an Griechenland. Da kann die Zahl von 34 Euro pro Bürger und Jahr ja wohl kaum als Begründung dafür herhalten, dass Flüchtlinge unseren Sozialstaat und unseren Wohlstand gefährden.

Allerdings: Die Politik sollte schon darauf achten, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Flüchtlinge etwa, die wegen ihrer Herkunft regelmäßig nicht als Asylbewerber anerkannt werden, sollten schneller zurückgeschickt werden können. Das gilt vor allem für Menschen aus dem westlichen Balkan. Sie stellten im ersten Halbjahr bundesweit mehr als die Hälfte der Asylbewerber. Aber nur 0,2 Prozent von ihnen wurden anerkannt

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Es ist völlig inakzeptabel, 1 Prozent des Landeshaushaltes für Flüchtlinge auszugeben. Die Griechenlandkrise macht das auch nicht besser.

Viel wichtiger sind aber diejenigen Folgen der Einwanderung, die nicht in Euro und Cent bezifferbar sind. Geld ist letztlich nicht so wichtig; der Wähler bekommt eben, was er bestellt hat.

Vom Schutz der Grenzen zum Schutz der Menschen

Die derzeitige Ausländer- bzw. Asylpolitik ist insbesondere in Deutschland noch geprägt von parteiideologisch aufgeladenen Positionen ("Deutschland ist kein Einwanderungsland", "Wer betrügt, der fliegt", "Mia san mia" etc.) der - auch noch jüngsten - Vergangenheit. Man sollte sich daher nicht wundern, wenn neben der erfreulichen Entwicklung von Befürwortern und Helferkreisen für Flüchtlinge und Einwanderer aber auch Ausländerfeinde weiterhin, und wie die Kriminalitätsstatistiken belegen, verstärkt ihr Unwesen treiben.
Selbst die Wirtschaftsverbände sprechen sich mittlerweile - aufgrund des infolge der demographischen Entwicklung absehbaren Mangels auf dem Arbeitsmarkt - für eine aktive Einwanderungspolitik aus.
Es wird daher Zeit, vom Schutz der Grenzen auf den Schutz der Menschen umzuschalten und auch Ausländern im biblischen Sinne als unseren Brüdern und Schwestern zu
begegnen. Nicht zuletzt könnten Sie Deine Schwiegersöhne/Töchter, Schwäger/innen, Nichten/Neffen, Cousins/Cousinen etc. sein, wie auch Sigismund Rüstig in seinem Song "Ich bin, ich hab, mia san mia" thematisiert:
http://youtu.be/2AdoJY-VRkw
Viel Spaß beim Anhören!

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