Tragödie Griechenland Der Vorhang muss fallen

Von Edgar Fels

Demonstration unter dem Motto "Europa anders machen" zur Griechenland- und Flüchtlingspolitik in Berlin.
Demonstration unter dem Motto "Europa anders machen" zur Griechenland- und Flüchtlingspolitik in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Das Drama um Griechenland geht heute  in die entscheidende Phase. Eine gute, für alle befriedigende Lösung darf aber niemand mehr erwarten. Eine Tragödie – und über nichts anderes reden wir hier – hat eben kein Happy End, sie mündet in die Katastrophe.

Es ist kaum zu erwarten, dass die EU-Politiker heute bei ihrer Sondersitzung doch noch das Ruder herumreißen – jedenfalls nicht, wenn sie sich an ihre eigenen Vorgaben halten.
Ein Schuldenschnitt, wie er von Ministerpräsident Alexis Tsipras   gefordert wird, würde andere Länder wie Spanien und Irland, die schmerzhafte Sparanstrengungen auf den Weg gebracht haben, vor den Kopf stoßen. Es wäre zudem ein verheerendes Signal: Nämlich, dass die EU schon zahlt, wenn es finanziell eng wird. So wird jeglicher Reformwille im Keim erstickt.

Nein, Griechenland ist der EU lange genug auf der Nase herumgetanzt. Warum hat Athen nicht wenigstens den Versuch unternommen, die Millionäre des Landes zu besteuern? Die EU wäre für ein solches Zeichen dankbar gewesen.

So aber ist ein Grexit unausweichlich. Weitere Geldspritzen würden das Problem nicht beheben, nur verschieben. Teuer wird es für die EU ohnehin. Aber irgendwann muss der Vorhang ja mal fallen.

Kommentare

War das nicht von vorneherein klar?

Es gibt Situationen im Leben, da leiht man Leuten Geld in dem Wissen, dass man es nie zurueck bekommt.

Wenn's dann nicht das eigene Geld ist, sondern das Geld, das man fuer jemand anderen verwaltet, so sollte man diesen vernuenftig informieren.

So hat man das Geld anderer sehenden Auges ins Klo (Ban....) geschmissen, oder?

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