Bertelsmann Mitten im Umbau

Von Bernhard Hertlein

Der Bertelsmann-Vorstand, bestehend aus Immanuel Hermreck (stehend, l-r), Markus Dohle, Thomas Rabe, Anke Schäferkordt und Achim Berg, und die Unternehmenssprecherin Karin Schlautmann (3.v.l., sitzend) lassen sich zu Beginn der Bilanzpressekonferenz des Medienkonzerns am Dienstag in Berlin fotografieren.
Der Bertelsmann-Vorstand, bestehend aus Immanuel Hermreck (stehend, l-r), Markus Dohle, Thomas Rabe, Anke Schäferkordt und Achim Berg, und die Unternehmenssprecherin Karin Schlautmann (3.v.l., sitzend) lassen sich zu Beginn der Bilanzpressekonferenz des Medienkonzerns am Dienstag in Berlin fotografieren. Foto: dpa

Der Transformationsprozess, dem sich Bertelsmann unterworfen hat, ist eine Großbaustelle. Gearbeitet wird an drei Plätzen: der Integration der digitalen Internetwelt in das traditionelle Mediengeschäft, dem Aufbau neuer Geschäfte im Bereich Bildung und der Ausweitung auf neue Märkte wie China, Indien und Brasilien.

Jeder private Bauherr weiß: Bei einem Umbau ist das Ausmaß der Arbeiten schwer vorauszusagen. Da gibt es hier unerwartete Probleme mit dem Mauerwerk, dort neue Erweiterungsmöglichkeiten. Ob man sie nutzt, hängt im Privaten wie im Konzern von den Forderungen der Verkäufer und Handwerker sowie vom eigenen Portemonnaie ab. Natürlich sind die Geldmittel gerade in der Umbauzeit knapp.

Gerade jetzt zahlt es sich aus, dass Bertelsmann ein Familienunternehmen ist. So muss sich Konzernchef Thomas Rabe nicht bei jedem Detail vorher festlegen. Ob die Arbeiten Anfang 2020 oder etwas abgeschlossen sind, mag für Aktionäre und Analysten wichtig sein – für Familieneigentümer und für die Belegschaft hat Vorrang, dass Ziel und Richtung stimmen.   

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