Einzelhandel Beratung ist der Trumpf

Von Dietmar Kemper

So soll es sein: Volle Tüten nach dem Einkaufsbummel.
So soll es sein: Volle Tüten nach dem Einkaufsbummel. Foto: dpa

Als er für seinen Sohn Sportschuhe suchte, ging Alexander von Keyserlingk in ein Geschäft. Dort traf er einen Praktikanten an, der keinen Durchblick hatte. Von Keyserlingk ging wieder. Was der Entwickler von Konzepten für den Einzelhandel gestern in Bielefeld erzählte, ist mehr als nur eine Anekdote. Fachkompetenz und echtes Interesse am Kunden entscheiden darüber, ob das Geschäft in der Fußgängerzone eine Chance gegen Onlineshops hat.

Der Faktor Mensch ist wichtiger als das Produkt. Befragt man Kunden, woran sie sich bei ihren Einkäufen besonders gut und gern erinnern, kommt immer wieder das Gleiche heraus. Sie vergessen nicht so schnell, wenn sich ein Verkäufer für sie richtig ins Zeug gelegt hat. Das Internet ist für den stationären Handel eine Herausforderung, aber kein Totengräber. Die Kunden kommen zwar informierter in die Läden, ein X für ein U kann ihnen niemand mehr vormachen. Aber während sie im Netz nur Seiten anklicken können, gibt es im Geschäft das Produkt zum Anfassen, den Service nach dem Kauf und Ansprechpartner aus Fleisch und Blut. Und das ist ein echter Trumpf.

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