Doping am Arbeitsplatz Die Strafe folgt

Von Wolfgang Schäffer

Doping – im Leistungssport ein Dauerthema. Um Erfolg zu haben oder zumindest mit der Spitze mithalten zu können, werden Pillen eingeworfen, oder es wird gespritzt. Wer erwischt wird, dem droht eine Sperre. Das bedeutet nichts anderes als ein – zumindest – vorübergehendes Arbeitsverbot.

Doch Doping ist auch im normalen Berufsleben weit verbreitet. Dauerbelastung, Angst um den Arbeitsplatz und Druck der Chefs lässt immer mehr Beschäftigte zu Mitteln greifen, die entweder auch bei einer Erkrankung die Arbeitskraft erhalten, die beruhigen oder für bessere Stimmung sorgen sollen. Untersuchungen zufolge sollen es fünf Millionen Betroffene sein, quer durch alle Hierarchieebenen, die zum Hirndoping greifen. Vordergründig ungestraft, weil es naturgemäß keine Kontrollen wie im Spitzensport gibt.

Letztlich aber straft der Körper den Missbrauch ab. Die Auswirkungen der meist verschreibungspflichtigen und oft illegal besorgten Mittel sind bei häufiger Einnahme gravierend. Die Gefahr der Sucht ist ebenso groß wie die des Zusammenbruchs. Und das ist keine Arbeit wert.

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Und wer darf die Folgen dieser kranken Arbeitswelt mal wieder bezahlen? Das ohnehin aufgeweichte Gesundheitssystem.Und das ist dann noch die Generation, die bis 67 arbeiten soll! Da lachen ja nur noch die Hühner! Wenn man an Leistungssportler denkt, ist die Karriere bei denen relativ früh zuende.Immer weniger Menschen müssen immer hochtouriger für immer mehr Menschen MITARBEITEN, ist doch logisch.Früher sagte man "Nur die Harten kommen in Garten".Heute müsste es heissen "Nur die Harten pflegen und finanzieren den Garten, den Garten unser aller Wohlstandes..." Und das wohlgemerkt alles ohne Aussicht auf ausreichende Rente, gesichertem A.Platz und und und ...könnte nicht mehr schlafen in dieser Mühle, Wahnsinn...

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