Ägypten Die Wirtschaft hilft

Von Edgar Fels

Siemens-ChefJoe Kaeser (r.) und der ägyptische Geschäftsman Naguib Sawiris auf der Egypt Economic Development Conference in Scharm El-Scheich am 14. März.
Siemens-ChefJoe Kaeser (r.) und der ägyptische Geschäftsman Naguib Sawiris auf der Egypt Economic Development Conference in Scharm El-Scheich am 14. März. Foto: dpa

Siemens hat aus Ägypten einen Milliardenauftrag für den Bau eines Kraftwerks erhalten. Es ist zweifellos ein schöner Erfolg, den Konzernchef Joe Kaeser von einer Konferenz in Scharm El-Scheich mit nach Deutschland bringen kann.

Mindestens ebenso bedeutsam wie der wirtschaftliche Erfolg für Siemens sowie andere Konzerne wie General Electric in den USA und BP in England ist zudem die politische Dimension des Abkommens. Denn seit dem Sturz des demokratisch gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi erlebt Ägypten eine Welle der Gewalt. Angesichts der Anschläge der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) insbesondere im Sinai muss der Fokus der westlichen Allianz darauf gerichtet sein, Ägypten nicht auch noch in ihre Hände fallen zu lassen. Der IS kontrolliert bereits Teile Syriens und des Iraks.

Das Engagement westlicher Konzerne kann dazu beitragen, das von Terror und Willkür gezeichnete Land am Nil zu stabilisieren. Noch werden in Ägypten unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi Menschenrechte mit Füßen getreten. Das zu ändern, ist ein mühsamer Weg, bei dem die Wirtschaft helfen kann.

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