SC Paderborn Fehlstart fataler Art

Von Elmar Neumann

Hamburgs Torwart Jaroslav Drobný hat den Ball – und Paderborns Elias Kachunga das Nachsehen.
Hamburgs Torwart Jaroslav Drobný hat den Ball – und Paderborns Elias Kachunga das Nachsehen. Foto: Stefan Hörttrich

Ja, Paderborns Trainer André Breitenreiter hat recht, wenn er regelmäßig mit Nachdruck betont, dass es für die Seinen in dieser Premieren-Spielzeit keine Pflichtsiege gebe. Auf das ausgeprägte Außenseiterdasein des SCP soll an dieser Stelle aber nicht noch einmal näher eingegangen werden, denn: Ebenso unbestritten ist, dass der Neuling kein anderes Ziel verfolgt, als eine zweite Saison in der Eliteliga bestreiten zu dürfen. Und auf dem Weg dahin wäre dieses Duell mit dem Hamburger SV eine Partie gewesen, die der SCP besser mal gewonnen hätte.

Neben dem Ergebnis und der nun neun Spiele dauernden Serie ohne Sieg sind es vor allem die chronischen Startprobleme, die große Sorgen bereiten. Wer im Kampf um den Klassenerhalt nicht von Beginn an hellwach ist, der wird auf Dauer chancenlos sein. Die Unbekümmertheit, mit der Hünemeier & Co. zu Saisonbeginn jeden Rückschlag überspielten, ist Geschichte. Damals waren die Füße leicht, jetzt sind die Beine schwer. Und auf Hilfe der Schiedsrichter oder von Seiten Fortunas kann sich der Underdog auch nicht verlassen.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch nach 0:8 Toren und null Punkten zu Beginn der Rückrunde: Der Aufsteiger hat weiter alles selbst in der Hand. Die Abstiegsplätze belegen noch immer andere, doch auch hier gibt's das Aber. Die Perspektive stimmt bedenklich. Schließlich folgen in Köln und Hannover zwei Spiele in der Fremde, und auf des Gegners Platz hat der SCP seit einem halben Jahr nicht mehr gewonnen – zum ersten und bislang letzten Mal Ende August. Mit 3:0. In Hamburg.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.