Festnahme in Herford Beunruhigend

Von Bernd Bexte

In diesem Haus in Herford wohnte der mutmaßliche IS-Kämpfer.
In diesem Haus in Herford wohnte der mutmaßliche IS-Kämpfer. Foto: Christian Althoff

Was bislang eine eher abstrakte Gefahr für die Menschen in OWL war, hat gestern konkrete Züge bekommen: Ein mutmaßlicher IS-Kämpfer lebte mitten unter uns, mitten in Herford.

Bereits im Sommer war die Stadt bundesweit in die Schlagzeilen geraten, als dort radikale Muslime und Jesiden gewaltsam aufeinanderprallten. Politiker reagierten damals mit beschwichtigenden Worten und versicherten, wie weltoffen und tolerant Herford sei. Das mag so sein. Doch Tatsache ist auch, dass nicht nur Metropolen wie Berlin und Hamburg mit größeren anonymen Islamisten-Szenen Rückzugsorte für Rückkehrer aus den Kampfgebieten sind, sondern ebenso kleine Städte wie Herford.

Ein weiteres Klischee bestätigt sich nicht: Der Festgenommene ist ein deutscher Konvertit, kein in einer muslimischen Parallelgesellschaft radikalisierter Migrant. Die Lehre daraus: Der Terror hat kein erkennbares Gesicht, kein Ort ist sicher. Das ist beunruhigend.

Panische Überreaktionen sind jedoch fehl am Platz. Das Sicherheitskonzept der Behörden hat gegriffen. Wachsamkeit ist jetzt das Gebot der Stunde.

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