Katja Suding und die »Tagesschau« Beinfreiheit

Von Andreas Schnadwinkel

Katja Suding, Fraktionsvorsitzende der FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft, am 6. Januar in Stuttgart beim traditionellen Dreikönigstreffen ihrer Partei.
Katja Suding, Fraktionsvorsitzende der FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft, am 6. Januar in Stuttgart beim traditionellen Dreikönigstreffen ihrer Partei. Foto: dpa

Katja Suding ist eine attraktive Frau. Das muss in der Politik nicht unbedingt ein Vorteil sein, sorgt aber zumindest für Aufmerksamkeit. Und über die kann sich die FDP-Politikerin nicht beklagen. Vor den Bürgerschaftswahlen wirbt die FDP für sie mit dem Slogan »Unser Mann für Hamburg«. Zugegeben, eine Holzhammerkampagne.

Katja Suding. Foto: dpa

Unbezahlbar in Sachen Parteiwerbung ist dagegen die Aufregung um die Kamerafahrt über die Beine der 39-Jährigen in der »Tagesschau«. Ausgerechnet die ARD, die Rainer Brüderle (FDP) im Zuge des »Dirndl-Skandals« zum Lustgreis machte, lässt die FDP-Frau so abfilmen, als würde die Nachrichtensendung von einem Erotikstreifen unterbrochen.

Und mit seinem Versuch einer Entschuldigung macht »Tagesschau«-Chefredakteur Kai Gniffke die Sache noch peinlicher. Ohne Brüderle zu nennen, meinte er: »Der Aufschrei gegen sabbernde Liberale ist ja nun als Thema durch.«

Unfreiwillig hat sich die ARD, nicht gerade als FDP-Sender verschrien, zur Werbeagentur der Liberalen gemacht. Die können den Aufmerksamkeitsschub gut gebrauchen.

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