Kurzfilm generiert über acht Millionen Klicks - mit Video Internet-Hit: »Sei kein Gaffer«

Osnabrück (WB/hf). In aller Munde: Schon über acht Millionen Klicks hat der Kurzfilm »Schaulustige – Sei kein Gaffer« durch seine Verbreitung in sozialen Netzwerken generiert. Er soll laut den Filmemachern eine gesteigerte Öffentlichkeit für das Thema Schaulustige bei Rettungseinsätzen bewirken und spricht sich gegen das  unverständliche Verhalten von Gaffern an Unfallstellen aus.

Drei junge Erwachsene machen von einem Feuerwehr-Einsatz bei einem schweren Verkehrsunfall Fotos.
Drei junge Erwachsene machen von einem Feuerwehr-Einsatz bei einem schweren Verkehrsunfall Fotos. Foto: Screenshot

Inhalt des Films

Drei junge Erwachsene machen von einem Feuerwehr-Einsatz bei einem schweren Verkehrsunfall Fotos. Sie nähern sich dem Unfallort, fotografieren den Einsatz und machen Selfies mit dem Opfer. Dabei werden sie von Nachrichten ihrer Freunde angestachelt, bis die Protagonisten eine Überraschung erschüttert.

Ob Youtube, Twitter oder Facebook: Der knapp viereinhalb-minütige Film mit dem überraschenden Ende verbreitet sich rasend schnell im Internet. »Was als harmloses Spiel beginnt, wird zunehmend zu einem voyeuristischen Exzess, der bis zur Behinderung der Rettungsarbeiten führt«, so beschreiben die Filmemacher Elena Isabel Walter und Emanuel Luca Zander-Fusillo ihren Clip.

Der Film solle auffordern selbst »kein Gaffer zu werden« und spricht damit die aktuellen Themen von  Übergriffen von Störenfrieden sowie  Behinderungen durch Schaulustige an.

Film für das Studium gedreht

Als Teil ihrer Masterarbeit an der Fachhochschule Dortmund hat die Osnabrückerin Walter den Internet-Hit zusammen mit ihrem Kommilitonen Zander-Fusillo produziert.

Das Duo betreibt die Dortmunder Agentur Blickfänger GbR und hat das Projekt zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück Mitte und dem Bürgerverein Wüste realisiert. Die Sparkasse Osnabrück hat die Produktion gefördert.

Gedreht haben die Filmemacher ihren Clip in Osnabrück im Sommer 2017. Vor rund zwei Wochen haben sie den Film online gestellt. Inzwischen haben sie auf ihrer Facebook-Seite auch Making-Of-Material zum Film veröffentlicht.

Sterbenden in Herford fotografiert

Das Thema Gaffer ist auch in OWL nicht neu. So wurde im Frühjahr 2017 ein Gaffer zu einer Geldstrafe verurteilt,  der einen Sterbenden in Herford fotografiert hatte.

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