Landgericht Arnsberg hebt Verbot auf – JVA Werl akzeptiert Urteil Häftling darf Hitler lesen

Werl (WB/bex). Ein Häftling (51) der Justizvollzugsanstalt Werl (Kreis Soest) darf Hitlers »Mein Kampf« lesen.

Verschiedene Ausgaben von Adolf Hitlers Schrift »Mein Kampf«. Vor gut einem Jahr erschien die kommentierte, kritische Ausgabe des Instituts für Zeitgeschichte in München.
Verschiedene Ausgaben von Adolf Hitlers Schrift »Mein Kampf«. Vor gut einem Jahr erschien die kommentierte, kritische Ausgabe des Instituts für Zeitgeschichte in München. Foto: dpa

Er hatte die Lektüre beantragt, die JVA-Leitung hatte im Mai vergangenen Jahres jedoch ein Leseverbot erteilt. Von einer »Gefahr der Fehlinterpretation« war die Rede.

Dagegen zog der Häftling vor die Strafvollstreckungskammer beim Landgericht Arnsberg. Im November erzielte er einen Teilerfolg. Die Kammer hob die Entscheidung der Gefängnisleitung auf. Es fehle eine ausreichende Begründung für das Leseverbot.

Die JVA-Leitung verzichtete jetzt auf Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landgerichts. »Deshalb ist diese rechtskräftig«, erklärte gestern ein Sprecher des Landgerichts. Der Häftling darf die nun die kommentierte »Mein Kampf«-Fassung lesen.

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