Architekt Tido Brussig stellt Konzept für die neuen historischen Museen der Stadt vor Stöbern im Geschichts-Speicher

Paderborn(WV). Auf den Speicher stieg man früher, wenn man dauerhaft aufbewahrte Sachen holen wollte. Nicht viel anders wird es demnächst in den Historischen Museen der Stadt zugehen.

Von Manfred Stienecke

Mit einem »Sammlungsspeicher« und einem »Erinnerungsspeicher« möchte der Münchener Museumsarchitekt Tido Brussig (49) künftig den Besuchern im neuen Stadtmuseum Am Abdinghof die Stadtgeschichte näher bringen. »Der Depot-Charakter ist gewollt, um die Vielfalt zeigen zu können«, erläuterte der mit der Einrichtung betraute Fachmann den Mitgliedern des Kulturausschusses sein Konzept.

Als Besucher wird man aktiver werden müssen. Der gewohnte Rundgang vorbei an Vitrinen, in denen einzelne Exponate aufgestellt sind, ist in der modernen Museumslandschaft passé. Der Besucher muss sich in den depotartig präsentierten Sammlungen der Stadt, des Altertumsvereins und des Regimentsverbands der 15er Reiter umsehen und sich seinen Weg durch die Geschichte suchen. Dabei helfen erläuternde Texte in Schubladen oder ausliegenden Sammlungsbüchern.

Mit der Eröffnung des neuen Stadtmuseums ist nach Angaben des Kulturamtes frühestens im Sommer 2017 zu rechnen.

Nur mit den Stimmen von CDU und FDP beschloss der Kulturausschuss eine Neuregelung der Eintrittspreise zu den Museen. Sie soll am Tag nach der Eröffnung des neuen Kunstmuseums in Schloß Neuhaus am 29. Juni in Kraft treten. Danach bleibt der Eintritt mit 2,50 Euro (ermäßigt 2 Euro) unverändert. Wer innerhalb von vier Tagen aber weitere Museen der Stadt besucht, zahlt dann jeweils nur 1,50 Euro (ermäßigt 1 Euro). Die kaum nachgefragte Jahreskarte wird nicht mehr angeboten.

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