Minister Jäger verspricht Kommunen Entlastung – derzeit kommen 9000 Flüchtlinge pro Woche nach NRW Polizeischule keine Notunterkunft mehr

Schloß Holte-Stukenbrock/Düsseldorf (WB/ms/epd). Zum 22. Dezember wird die Notunterkunft in der Polizeischule Stukenbrock (500 Plätze) aufgegeben.

Die Flüchtlinge in der Polizeischule werden vom Malteser-Hilfsdienst betreut.
Die Flüchtlinge in der Polizeischule werden vom Malteser-Hilfsdienst betreut. Foto: Oliver Schwabe

Sie wird bis Neujahr nur als Notreserve vorgehalten und anschließend wieder für die Aus- und Fortbildung der Polizisten genutzt . Die Zeltstadt nebenan (1000 Plätze) bleibt bestehen. Zurzeit sind dort nur 278 Menschen untergebracht.

Zwischen Weihnachten und dem 3. Januar werden den Kommunen keine Flüchtlinge zugewiesen, sie bleiben in Notunterkünften. Dazu könnten auch die Plätze in der Zeltstadt genutzt werden.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) stellte unterdessen den Kommunen Entlastung in Aussicht. So werde das Land Städte und Gemeinden nicht mehr im Rahmen der Amtshilfe bei der Erstaufnahme in Anspruch nehmen. Zudem kündigte Jäger an, dass in Zukunft möglichst alle Flüchtlinge aus den Westbalkan-Staaten in Landeseinrichtungen untergebracht werden sollen. Auch sollen bis Ende Februar etwa 10.000 Plätze in den mit Flüchtlingen belegten Turnhallen freigemacht werden.

Derzeit werden aber immer noch Hallen umfunktioniert – aktuell in Gütersloh, wo die Stadtverwaltung die Sporthalle des Carl-Miele-Berufskollegs von Januar an als Unterkunft nutzen will.

Derzeit kommen mit 9000 Flüchtlingen pro Woche deutlich weniger nach NRW als Ende Oktober. Damals lag der Spitzenwert bei 16.000. »Ich glaube nicht, dass das eine Trendwende ist«, sagte Jäger. Das liege daran, dass die Mittelmeerroute derzeit nicht für die Flüchtlingsboote passierbar sei.

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