NRW will Einschüchterung von Streifenbeamten nicht mehr hinnehmen Polizei-Hundertschaften gegen libanesische Clans

Duisburg (WB). Ausländische Banden und Familienclans versuchen in einigen Großstädten Nordrhein-Westfalens, eigene Regeln  durchzusetzen. Jetzt sollen Einsatzhundertschaften den Rechtsstaat wieder herstellen.

Von Christian Althoff
NRW will mit Einsatzhundertschaften in Problembezirken Präsenz zeigen und den Rechtsstaat wieder herstellen. Ausländische Banden sollen nicht länger das Sagen haben.
NRW will mit Einsatzhundertschaften in Problembezirken Präsenz zeigen und den Rechtsstaat wieder herstellen. Ausländische Banden sollen nicht länger das Sagen haben. Foto: dpa

Es ist einige Wochen her. Da plante die Polizei einer nordrhein-westfälischen Großstadt einen Einsatz in einem Problemviertel. Zwei Beamte eines Mobilen Einsatz-Kommandos in Zivil, die einen unauffälligen Wagen fuhren, sollten die Lage sondieren. Sie kamen nicht weit. 

Als sie in das Problemviertel einbogen, saß da ein alter Mann auf einem Sofa am Straßenrand. Als er den Wagen sah, machte er eine Handbewegung, und schon umringten junge Männer den Zivilwagen. Ob die Polizisten als solche erkannt worden waren, ist nicht klar. Auf jeden Fall ließ man sie nicht in die Straße.

»So eine Szene  ist symptomatisch«, bestätigt Arnold Plickert, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP)  in Nordrhein-Westfalen. Als Pro­blemstädte gelten Duisburg, Dortmund, Essen und Köln. Vor allem Duisburg-Marxloh ist nach Einbruch der Dunkelheit nach Einschätzung der Polizei eine No-Go-Area – eine Gegend, in die man besser nicht geht. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD)  bezeichnet diesen Begriff  als falsch, doch nach Plickerts Einschätzung beschreibt er die Realität. »Es ist Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich dort im Dunkeln nicht mehr aus dem Haus trauen.«

Übergriffe auf Polizisten

Libanesische Großfamilien, Bulgaren und Rumänen glauben, in Marxloh das Sagen zu haben. Es geht um Drogenhandel, möglicherweise auch um Schutzgeld. Straftaten würden nur selten angezeigt, stattdessen  werde ein eigener »Friedensrichter« eingeschaltet, sagt Plickert. »Die Leute akzeptieren die Polizei nicht als Staatsgewalt. Die  machen meinen Kollegen ziemlich aggressiv klar: Wir wollen euch hier nicht haben.« Wenn ein Streifenwagen zu einer Ruhestörung nach Marxloh fahre,  könne es passieren, dass Libanesen per Handy alarmiert würden und nach zehn Minuten 50 Mann den Streifenwagen umringten. Es waren aber auch schon mal 300.

Als zwei Streifenbeamte hier Ende Juni Haschisch rochen und zwei  Männer wegen Drogenbesitzes mitnehmen wollten, wurden sie von 15 Libanesen angegriffen, die versuchten, die Festgenommenen zu befreien. Vier Wochen später gingen Libanesen auf Streifenbeamte los, die ein Auto kontrollieren wollten. Kurz darauf lag eine Beamtin verletzt am Boden. Ihr Kollege hielt die Libanesen mit seiner Pistole in Schach, bis Verstärkung da war.

Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen

Die GdP-Zeitung »Deutsche Polizei« veröffentlichte schon vor Monaten einen Brief der in Deutschland geborenen griechischen Polizeikommissarin Tania Kambouri. Sie schrieb nach zehn Jahren im Streifendienst: »Meine Kollegen und ich werden täglich mit straffälligen Migranten konfrontiert, welche nicht den geringsten Respekt vor der Polizei haben.« Ihre  deutschen Kollegen scheuten sich, ihre Meinung über  straffällige Ausländer zu äußern, da sofort »die alte Leier mit den Nazis anfängt«.  Das ganze Ausmaß ihrer Frustration beschreibt die Beamtin in dem Buch »Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin«, das Ende dieses Monats im Piper-Verlag  erscheint.

Innenminister Ralf Jäger gab am Wochenende bekannt, dass jetzt Einsatzhundertschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen in  Problemvierteln wie Duisburg-Marxloh eingesetzt würden. Das Konzept sieht vor, dass ab 18 Uhr acht Mannschaftswagen in Marxloh  bereitstehen, um das Sicherheitsgefühl der unbeteiligten Bevölkerung zu stärken und Streifenbeamte zu unterstützen.

Kommentare

Trotz der erdrückenden Faktenlage sprechen hochrangige Politiker und Polizeibeamte von einem fehlenden "Sicherheitsgefühl". Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die von dieser Kriminalität betroffen sind.

Deutschland schafft sich ab

Alles erst der Anfang,vom Ende! Ich möchte nicht wissen was hier in ein paar Jahren los ist.
Einbrüche in Gütersloh +35% gestiegen.Die nächsten Zahlen werden noch höher sein.Alles wird hier aufgenommem,keiner kontrolliert.Beim G 7-Treffen wurden Kontrollen gemacht,Ergebniss,über 100 Schwerkriminelle und per Haftbefehl gesuchte gingen ins Netz.Wir werden allein gelassen,es ist den Polikern egal was mit uns passiert.Das dicke Ende kommt erst noch.DEUTSCHLAND schafft sich ab.

Multikulti

Nach der über 20-jährigen Multikulti-Politik aller Parteien ist das erst der ANFANG !
Die griechische Polizistin hat Recht. Jedem deutschen Polizisten, der forsch und angemessen gegen sogenannte Asylanten oder europäische Mitbewohner vorgeht, droht ein Disziplinarverfahren wegen Rassismus und er hat die Angst bei Gewalt gegen ihn nicht genügend Unterstützung zu bekommen. Alle Politiker ( vgl. Jäger ) halten sich bei der Einschätzung der Lage deutlich zurück, weil bei dem Aussprechen von Wahrheiten um ihre politische Kariere fürchten müssen, weil die Opposition dieses politisch und taktisch ausnutzt.
In diesem "ohnmächtigen Geflecht" gedeihen mafiöse Gruppen wie im tropischen Gewächshaus.

Wenn man wollte...

Wenn man wirklich wollte, könnte man mit rechtsstaatlichen Mitteln die kriminellen Großbanden unter Kontrolle bekommen. Zu lange hat der Staat hier bewusst weggesehen und damit das Problem erst groß werden lassen. Diese Clans gibt es seit Jahren in Deutschland.

Ach was, libanesische Clans. Das sind alles arme Menschen, denen wir auf jeden Fall helfen müssen.
Wer etwas anderes behauptet, ist ein Rechtsnationalist, also mindestens

IRONIE MODUS OFF

5 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.