Kanonen verursachen Unfall – Fest abgesagt – Polizei ermittelt Schützenkönig tödlich verletzt

Marsberg (dpa). Beim Schützenfest in Niedermarsberg ist am Samstag der 30-jährige Regent tödlich verletzt worden. Das Fest wurde abgesagt. Die Polizei ermittelt.

Kerzen, Blumen und ein Paar Trommelstöcke markieren den Unglücksort auf dem Niedermarsberger Schützengelände.
Kerzen, Blumen und ein Paar Trommelstöcke markieren den Unglücksort auf dem Niedermarsberger Schützengelände. Foto: Jörn Hannemann

Es ist ein Drama: Das größte Fest des Jahres wird in dem 20.000-Einwohner-Ort traditionell um Punkt 12 Uhr mit einem Salutschuss aus einer historischen Kanone eröffnet. Doch in diesem Jahr geht das Ritual auf fatale Weise schief.

Es böllert, das gusseiserne Kanonenrohr platzt, ein Metallteil trifft den 30-jährigen König in den Bauch. Er ist nicht mehr zu retten. Der Mann stirbt wenig später im Krankenhaus.

Von Kanonenteilen in den Bauch getroffen

Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. »Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an«, sagte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis am Sonntag in Meschede. Dabei prüften die Beamten auch, wann nach dem schockierenden Ereignis in Marsberg am Samstag mit der Vernehmung von Zeugen begonnen werden könne.

Der Schützenkönig habe in einer kleinen Gruppe mit drei, vier Leuten zusammengestanden, hieß es in früheren Berichten. Andere Personen wurden aber nicht verletzt.

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