Wechselt er zum Hamburger SV? Der SC Paderborn verlangt Entscheidung bis Samstag Ultimatum an Manager Krösche

Paderborn(WB). Die Diskussionen zum neuen Sportchef beim Hamburger SV haben das Präsidium des SC Paderborn erreicht. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen hat die Führung des Zweitligisten Manager Markus Krösche eine Frist gesetzt.

Von Matthias Reichstein
Der Hamburger SV hat Paderborns erfolgreichen Manager Markus Krösche ins Visier genommen.
Der Hamburger SV hat Paderborns erfolgreichen Manager Markus Krösche ins Visier genommen. Foto: Besim Mazhiqi

Bis Samstag soll sich Krösche entscheiden, ob er seine Zukunft beim SCP sieht. Der Aufsteiger will schnell Klarheit, anders ist dieses Ultimatum nicht zu verstehen. Denn seit Tagen wird spekuliert, wer beim Erstligaabsteiger den Neuaufbau verantworten soll. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen Ralf Becker (Holstein Kiel) und eben Krösche die einzigen Kandidaten sein. Beide haben in unterschiedlichen Ligen gezeigt, dass sie mit geringen Mitteln junge Mannschaften zusammenstellen können, die mit mutigem Offensivfußball für Furore sorgen. Krösche änderte auch gestern seine Linie der Kommunikation zu diesem Thema nicht: »Ich stehe noch bis 2022 unter Vertrag und arbeite daran, dass wir auch in der 2. Liga eine vernünftige Mannschaft haben. Alles andere kommentiere ich nicht.«

SCP würde Krösche keine Steine in den Weg legen

SCP-Insider berichten auch, dass der Zweitligaaufsteiger Paderborn dem 37-Jährigen trotz des laufenden Vertrages keine (zu) hohen Hürden in den Weg stellen würde. Der SCP würde zwar auf eine Ablösesumme pochen, die aber aus Dankbarkeit für die geleistete Arbeit keine abschreckende Wirkung haben soll.

Krösches Zeugnis ist in der Tat erstklassig. Der Fußballlehrer formte gemeinsam mit Trainer Steffen Baumgart innerhalb weniger Monate aus einem sportlichen Absteiger in die Regionalliga einen Aufsteiger in die 2. Liga und Pokalviertelfinalisten. Genau das war auch Thema der letzten Mannschaftssitzung am Montag. »Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen im Urlaub diese Momente noch einmal genießen. Vor einem Jahr standen wir vor einem Scherbenhaufen. Was hier in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist, das ist der Wahnsinn.«

Auch in der neuen Liga möchte Krösche am dominanten Ballbesitzfußball festhalten. Genau das will HSV-Präsident Bernd Hoffmann künftig auch an der Elbe sehen. Hoffmann und Krösche sollen sich bereits zu einem Kennenlerngespräch getroffen haben. Am Samstag, wenn Krösches Frist abläuft, soll beim HSV der Aufsichtsrat die Entscheidung treffen. Bislang schien Becker die besseren Karten zu haben. Eine entscheidende Rolle könnte aber Sportdirektor Bernhard Peters zufallen. Den will der HSV halten. Mit einem Sportchef Becker gilt das allerdings als schwierig.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.