Kommentar zum SC Paderborn Der Schlüssel zum Aufstieg?

So viel ist sicher: Sollte der SC Paderborn im Mai den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern dürfen, wird der 3:2-Sieg am 29. Spieltag beim FC Hansa Rostock als Schlüsselerlebnis auf dem Weg dorthin genannt werden. Bis zur 86. Minute war der SCP, ohnehin ein Verlierer der vergangenen Wochen, auf dem Weg, seine einst komfortable Situation im Aufstiegskampf endgültig zu verspielen. Der Dreier an der Ostsee war für den Spitzenreiter nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg doppelt wichtig: für die Tabelle, aber genauso für den Kopf.

Von Peter Klute
Paderborns Sven Michel jubelt über seinen Treffer.
Paderborns Sven Michel jubelt über seinen Treffer. Foto: Michael Täger

Glück hin oder her: Die Moral in der Mannschaft stimmt. Wer dreimal hintereinander (Münster, Magdeburg, Rostock) zurückliegt (zweimal 0:1, gegen Hansa sogar 0:2), trotzdem nicht verliert und aus den drei Partien fünf Punkte sammelt, der verdient höchsten Respekt. Dass sich die Paderborner am Samstag für ihren Aufwand nach erfolglosen Wochen endlich mal wieder belohnt haben, ist auch ein Stück weit eine Entschädigung für das Pech in den zurückliegenden Partien.

Gehöriger Schub im Aufstiegskampf

In Münster wurde ein Tor von Sven Michel aberkannt, das man auch hätte geben können. Gegen Würzburg fehlten beim Pfostenkopfball von Christian Strohdiek wenige Minuten vor dem Abpfiff ebenso nur wenige Zentimeter wie Phillip Tietz am vergangenen Dienstag im Ligagipfel gegen den Zweiten Magdeburg.

In Rostock war auch längst nicht alles gut, dennoch wird die Art und Weise, wie dieses Spiel gewonnen wurde, dem SCP in der entscheidenden Phase des Aufstiegskampfes einen gehörigen Schub geben. Der Glaube in die eigene Stärke, der zuletzt womöglich etwas gelitten hat, ist zurück. Und eine breite Brust kann nur von Vorteil sein.

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