Kwame Yeboah rettet mit seinem ersten Tor für den SCP einen Punkt Für Mama und die Fans

Paderborn (WB). Jetzt haben alle drei im Winter nachverpflichteten Neuzugänge für den SC Paderborn 07 getroffen: Nach Phillip Tietz’ Führungstor beim späteren 1:1 in Großaspach sowie Philipp Klements Ausgleichstor zum 1:1 in Münster war auch Kwame Yeboahs Premierentreffer für den SCP von reichlich Bedeutung.

Von Elmar Neumann
Großer Jubel über das Premierentor: Kwame Yeboah trifft im Spitzenspiel zum 1:1-Endstand.
Großer Jubel über das Premierentor: Kwame Yeboah trifft im Spitzenspiel zum 1:1-Endstand. Foto: Besim Mazhiqi

Gerade drei Minuten lag sein Team zurück , als die Leihgabe aus Mönchengladbach, für die der Drittliga-Primus eine Kaufoption besitzt, die Vorarbeit von Marlon Ritter veredelte. »Dieser Treffer ist etwas ganz Besonderes. Ich bin froh, dass ich dem Team mit meinem ersten Tor helfen konnte«, war der Mann aus Down Under obenauf und wusste sofort, wem er dieses Ereignis widmen wollte: »Meiner Mama und den Fans.« Der SCP-Anhang hatte beim Neu-Paderborner mit einer australischen Flagge im Fanblock jede Menge Pluspunkte gesammelt. Yeboah gelang das mit seinem Tor. »Das tut Kwame sicher unheimlich gut. Er hatte ja schon gegen Münster eine Riesenchance, die der Keeper noch super vereitelt, aber diesmal hat er das richtig gut gemacht und sich für seinen unheimlich großen Einsatz belohnt«, sagte Manager Markus Krösche.

»Leistung mit Licht und Schatten «

Neben so viel Lob gab es aber auch einen Bedenkenträger, der direkt im Anschluss an die Partie dafür sorgte, dass der Torschütze gar nicht erst Gefahr laufen konnte abzuheben. Auch Trainer Steffen Baumgart fand viel Gefallen an Yeboahs 1:1, ließ dem betont kurzen Kompliment allerdings auch ein paar Worte der Kritik folgen: »Ich habe bei ihm eine Leistung mit Licht und Schatten gesehen. Keine Frage, Kwame hat eine enorme Athletik und versucht viel, aber was seinen ersten Kontakt angeht, habe ich doch den einen oder anderen Fehler erkannt, den ich nicht sehen will.«

Neuzugänge überzeugen

Die Personalplaner Baumgart und Krösche hatten in der Winterpause auf den Abschied ihres Topscorers mit drei Transfers reagiert. Dennis Srbeny ging zum englischen Zweitligisten Norwich City, Tietz (Eintracht Braunschweig), Klement (FSV Mainz 05) und Yeboah schlossen sich Srbenys Ex-Verein an. Dass die drei Neuzugänge keine allzu schlechte Wahl gewesen sein dürften, ist spätestens jetzt klar. Zu sehr wollte Krösche die Taten des Tabellenführers aber nicht ins Rampenlicht rücken: »Keine Frage, die drei Jungs tun unserem Spiel gut. Aber letztendlich ist es völlig egal, wer für uns die Bälle reinmacht.«

Dass dieses Trio trifft, ist gut für den SCP, aber vielleicht nicht ganz so gut für Sven Michel. Den mit zehn Treffern aktuell erfolgreichsten Torschützen brachte Baumgart in diesem so wichtigen Spiel erst neun Minuten vor dem Ende. In der kurzen Zeit konnte der ehemals kongeniale Partner von Srbeny nicht mehr auf sich aufmerksam machen und so wartet er nun schon seit 14 Punktspielen auf Tor Nummer elf.

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