Kommentar zum SC Paderborn Die Gefahr wird größer

Ein hart erkämpfter Punkt im Topspiel der 3. Liga gegen den 1. FC Magdeburg : Wille und Leidenschaft waren wieder da, aber das 1:1 war auch das sechste sieglose Spiel in Serie. Der letzte Heimdreier liegt jetzt schon fast sechs Wochen zurück: Der Drittligist bringt seine nach einer überragenden Hinrunde hart erarbeitete Ausgangsposition immer mehr in Gefahr.

Von Matthias Reichstein
Die beiden SCP-Profis Marlon Ritter (links) und Philipp Klement.
Die beiden SCP-Profis Marlon Ritter (links) und Philipp Klement. Foto: Besim Mazhiqi

Die Gründe sind vielschichtig. Richtig ist, dass sich die Gegner immer besser auf das Paderborner Umschaltspiel einstellen. Richtig ist aber auch, dass dem SCP oft zu wenig Lösungen einfallen, die Bollwerke der Gegner zu knacken. Gegen Magdeburg war es noch etwas anders: Hier wurde wieder deutlich, dass Leistungsträger wie Leopold Zingerle ihrer Form vergangener Monate hinterherlaufen. Glücklose Torgaranten wie Sven Michel oder Ben Zolinski mussten sogar zusehen. Ein anderen Grund ist auch der Verkauf von Dennis Srbeny. Mit ihm fehlt nicht nur ein Torschütze, sondern auch ein Vorbereiter. Sein Abgang hat viel Durchschlagskraft gekostet.

Niemand wird unruhig

Doch weder Manager noch Trainer werden unruhig. Markus Krösche wies am Dienstag auf die Klasse des Gegners hin, Steffen Baumgart schaut ohnehin nicht auf die Tabelle. Wobei diese Zurückhaltung auch als Schutz zu werten ist. Der Fußballlehrer hat nicht vergessen, wo der Verein stand, als er Ostern 2017 die Chefrolle übernahm. Deshalb war der Aufstieg vor dieser Saison auch nie das Ziel. Doch wenn der SCP diese Ausgangsposition noch verspielen würde, wäre auch die Saison 17/18 am Ende ein Misserfolg. Trotz der Vorgeschichte.

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