Zwei Tore, eine Vorlage gegen Lotte Ritters Ecke: »Ein Mal und nie wieder«

Paderborn (WB). Ein Tor von Winterzugang Phillip Tietz, ein Treffer von Leon Fesser bei seinem ersten Startelfeinsatz im 22. Saisonspiel, dazu ordentliche Leistungen der beiden erst zu Wochenbeginn verpflichteten und eingewechselten Kwame Yeboah und Philipp Klement.

Von Peter Klute
Marlon Ritter. Exakt zwei Monate nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie gelang dem 23-Jährige ein glanzvolles Comeback. Zwei Tore erzielte er selbst, ein drittes bereitete er vor.
Marlon Ritter. Exakt zwei Monate nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie gelang dem 23-Jährige ein glanzvolles Comeback. Zwei Tore erzielte er selbst, ein drittes bereitete er vor. Foto: Besim Mazhiqi

Die Premieren-Quoten des SC Paderborn beim 5:0 gegen Lotte passten, doch der beste »Neuling« war ein anderer: Marlon Ritter. Exakt zwei Monate nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie gelang dem 23-Jährige ein glanzvolles Comeback. Zwei Tore erzielte er selbst, ein drittes bereitete er vor.

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Er hat immer wieder Lösungen gefunden und der Mannschaft Sicherheit gegeben.

Steffen Baumgart, SCP-Trainer

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»Dass es so gut läuft, damit habe ich auch nicht gerechnet«, gab sich Ritter bescheiden. Andere dagegen gerieten ins Schwärmen. »Marlon hat wieder einmal gezeigt, dass er ein außergewöhnlicher Fußballer ist. Und er ist noch lange nicht am Ende«, sagte Manager Markus Krösche.

Sogar der sonst vom Teamgedanken geprägte Trainer Steffen Baumgart machte eine Ausnahme: »Was Marlon heute auf den Platz gebracht hat, verdient ein Sonderlob. Er hat immer wieder Lösungen gefunden und der Mannschaft Sicherheit gegeben.« Selbst Verlierer-Coach Andreas Golombek war begeistert: »Dieser Ritter ist eiskalt. Ihm ist es egal, ob er den linken oder rechten Fuß nimmt.«

Das 1:0 schoss er mit links, die Krönung folgte mit rechts. Eine direkt verwandelte Ecke schlug zum 3:0 ein.

»Ich habe es schon öfter versucht, aber dass der Ball so hinten reinfällt, passiert ein Mal und nie wieder. Wenn wir 0:4 zurückgelegen hätten, wäre er aufs Stadiondach geflogen«, war Ritter selbst erstaunt. Bei seiner Auswechslung in der 70. Minute gab es Applaus und Sprechchöre von den Rängen, dabei hätte er gar nicht von Anfang an spielen sollen.

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Marlon war nicht die erste Option.

Steffen Baumgart

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»Marlon war nicht die erste Option. Massih Wassey hat ein gutes Spiel in Chemnitz gemacht und hätte begonnen«, sagte Baumgart. Doch Wassey musste das Abschlusstraining am Freitag mit Rückenproblemen (genaue Diagnose steht noch aus) abbrechen und dann trotz Spritze passen.

Dank Ritter war das egal, wie lange sich die SCP-Fans noch über die Künste des Blonden mit der Rasenallergie freuen können, ist ungewiss. Ritter ist nur ausgeliehen und kehrt Stand jetzt im Sommer zu Fortuna Düsseldorf zurück. »Wir sind in regem Austausch, alle sind an einer guten Lösung interessiert«, sagte Krösche. Und was möchte der Betroffene? »Das ist kein Wunschkonzert«, hielt sich Ritter bedeckt.

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