SCP: Baumgart vertraut auch in Chemnitz seiner Stammformation Die erste Elf steht

Paderborn (WB). Wenn der SC Paderborn am Samstag (14 Uhr) in Chemnitz den Aufstiegskampf zur 2. Liga fortsetzt, wird sich an der Startelf nichts verändern. Steffen Baumgart vertraut seinem Team, auch wenn der Teilerfolg zum Jahresabschluss mit dem 0:0 gegen Halle etwas mager ausfiel – der Trainer hat seine Mannschaft gefunden.

Von Matthias Reichstein
Paderborns Stratege im Mittelfeld: Massih Wasssey tut sich im Osten schwer.
Paderborns Stratege im Mittelfeld: Massih Wasssey tut sich im Osten schwer. Foto: Besim Mazhiqi

»Wir haben 44 Punkte in der Hinrunde geholt. Da müsste ich schon sehr viel suchen, wenn ich da etwas ändern wollte«, begründet Baumgart. Wobei die sehr kurze Phase vom Trainingsbeginn am 2. Januar bis zum ersten Punktspiel das größere Problem war: »Von einer Vorbereitung will ich nicht reden. Wir konnten nicht alles auf null drehen. Deshalb war es für die Jungs, die zum Teil ganz nah dran sind, auch schwer, sich ins Team zu kämpfen.«

»Beste Offensive der Liga«

»Zu 90 Prozent« wusste Baumgart schon zu Wochenbeginn, wie er aufstellen will. Nicht mit dabei ist zum Beispiel Neuerwerbung Phillip Tietz . Für Baumgart ein Luxusproblem: »Für wen sollte er spielen? Andere Vereine haben Stürmer geholt, weil sie keine haben. Wir haben dagegen die beste Offensive der Liga und wollten uns mit seiner Verpflichtung in erster Linie breiter aufstellen.« Und den Angriffs-Assen Sven Michel und Dennis Srbeny noch mehr Druck machen – auch das soll Tietz. Den Kampf um die Plätze im Sturm wird auch Marlon Ritter bereichern. Die Leihgabe aus Düsseldorf hatte sich bis zu seiner Verletzung (Innenbandanriss) in die Mannschaft gespielt und wird in der nächsten Woche voll ins Teamtraining einsteigen.

Mit Jamilu Collins und Leon Fesser haben in den ersten Wochen des Jahres auch zwei Abwehrspieler den Kampf um die Plätze in Baumgarts Wunschmannschaft verschärft. Fesser kam im Sommer 2017 verletzt von den Münchener Bayern zum SCP und konnte erst jetzt Ansprüche anmelden. »Leon hat in den Tests gegen Rehden, Hannover und Rödinghausen seine Qualitäten gezeigt«, lobt Manager Markus Krösche den 1,92 Meter großen Innenverteidiger. Aktuell kann er aber weder Kapitän Christian Strohdiek noch Hinrundenentdeckung Sebastian Schonlau verdrängen.

»Collins ist jetzt in Paderborn angekommen«

Schwer wird es auch für Collins, der Verteidiger hat auf der linken Abwehrseite Felix Herzenbruch vor sich. Im letzten Test gegen den SV Rödinghausen (3:0) ließ Baumgart beide noch einmal eine Halbzeit lang spielen. Das sah nach einem offenen Kampf aus, ist es aber nicht. »Herze weiß um die Konkurrenz, er hat aber über weite Strecken gute Spiele in der 3. Liga abgeliefert und behält seinen Platz«, versichert Baumgart. »Beides sind völlig andere Spielertypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten«, will Krösche den Vergleich nicht ziehen, ist aber überzeugt: »Collins ist jetzt in Paderborn angekommen. Was er drauf hat, konnte man in der Vorbereitung sehen.«

Einer, der sich bei den Spielen in den neuen Bundesländern immer schwer tut, ist Massih Wassey. Überlegungen, den Mittelfeldstrategen deshalb zuhause zu lassen, kamen Baumgart aber nicht in den Kopf: »Auch Massih entwickelt sich immer weiter. Er wird im Osten noch seine Tore machen.« Beim 3:2-Hinrundensieg über Chemnitz bereitete er eins vor. Für den Anfang nicht schlecht, denn auch das war Paderborns Spielmacher dort noch nicht gelungen.

So wird der SCP spielen

Zingerle - Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch - Krauße, Wassey - Zolinski, Antwi-Adjei - Srbeny, Michel

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