Viertelfinal-Paarungen werden erst am 7. Januar ermittelt Los ist egal: SCP will der Arena treu bleiben

Paderborn (WB/MR). Der SC Paderborn bleibt auch im Viertelfinale des DFB-Pokals seiner Arena treu. Das bekräftigte Geschäftsführer Martin Hornberger. »Dem DFB ist bewusst, dass bei uns kein ARD-Livespiel stattfinden kann. Egal, welcher Gegner uns am 7. Januar zugelost wird«, sagte der 56-Jährige.

Die Choreografie der SCP-Fans vor dem Spiel gegen Ingolstadt. Auch im Viertelfinale will der Drittligist in Paderborn spielen.
Die Choreografie der SCP-Fans vor dem Spiel gegen Ingolstadt. Auch im Viertelfinale will der Drittligist in Paderborn spielen. Foto: Besim Mazhiqi

Eine Verlegung nach Bielefeld, Dortmund oder Hannover sei überhaupt kein Thema. Da der SC Paderborn bereits am Freitag, 9. Februar, den FC Rot-Weiß Erfurt zum Ligaspiel erwartet, gilt als wahrscheinlicher Spieltermin für das Viertelfinale der 6. Februar. Anstoß wäre wieder um 18.30 Uhr.

Die Betriebserlaubnis für das Paderborner Stadion endet bekanntlich um 22 Uhr. Landrat Manfred Müller hatte im Oktober 2009 für das OWL-Derby zwischen dem SCP und Arminia Bielefeld (0:2, Anstoß: 20.15 Uhr) allerdings eine Sondererlaubnis erteilt. Die Partie endete damals erst um 22.07 Uhr. Drei Arena-Nachbarn klagten gegen die Genehmigung, das Verwaltungsgericht in Minden gab ihnen Recht. Begründung: Das Fußballspiel war keine »Sportveranstaltung von besonderer nationaler Bedeutung«.

Kein zusätzliches TV-Geld

Hornberger hat gelernt, mit dem Urteil zu leben. Im konkreten Fall hätte das auch keine finanziellen Folgen: »Es gibt bei Livespielen im DFB-Pokal kein zusätzliches TV-Geld. Die Zeiten sind vorbei, heute fließt alles in einen Topf.« Aus dem kassierte der SCP mit dem Viertelfinale-Einzug bereits knappe drei Millionen Euro. Käme Paderborn noch eine Runde weiter , wären im Halbfinale weitere 2,55 Millionen Euro fällig.

Gelost wird eigentlich immer am Folge-Sonntag der jeweiligen Runde. Das wäre diesmal an Heiligabend, eine Woche später ist Silvester. An beiden Sonntagen läuft keine Sportschau, deshalb rollen die Kugeln im Deutschen Fußballmuseum erst am 7. Januar.

Historischer Einzug ins Viertelfinale

Paderborns Einzug ins Viertelfinale ist für den Klub von historischer Bedeutung. Geschichte könnte aber noch aus einem anderen Grund geschrieben werden: Zum ersten Mal setzt der DFB in Ostwestfalen den Videobeweis ein. Der Verband hatte den Einsatz bei den kleinen Amateurvereinen der ersten Runden als nicht praktikabel eingeschätzt. Eine Umsetzung ab Viertelfinale sei aus organisatorischer und wirtschaftlicher Sicht aber darstellbar.

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