Arbeitsgerichtsprozesse von Reekers und Osterland beginnen Zwei Co-Trainer verklagen SCP

Paderborn (WB). Die ohnehin wenig ruhmreiche Zweitligasaison 2015/2016 holt den SC Paderborn jetzt ein: Donnerstag und Freitag muss sich der Drittligist vor dem Arbeitsgericht Paderborn mit seinen ehemaligen Co-Trainern Rob Reekers und Sören Osterland auseindersetzen.

Von Matthias Reichstein
Sören Osterland klagt gegen den SCP.
Sören Osterland klagt gegen den SCP. Foto: Oliver Schwabe (Archivbild)

Die beiden Fußballlehrer sind davon überzeugt, dass ihr bis zum 30. Juni 2017 abgeschlossener Vertrag auch für die 3. Liga gültig ist. Der SCP steht auf dem Standpunkt, dass die Arbeitspapiere nur für die 1. und 2. Liga galten und mit dem Abstieg 2016 hinfällig wurden.

Es geht um sehr viel Geld. Deshalb muss sich von heute an das Arbeitsgericht unter Vorsitz von Holger Kuhlmey zunächst mit Rob Reekers befassen. Der Assistent von Markus Gellhaus wurde mit Beginn der Saison 2015/2016 eingestellt und nach etwas mehr als drei Monaten am 6. Oktober 2015 entlassen.

Der Holländer war danach als Co-Trainer von Jos Luhukay beim VfB Stuttgart und als Assistent seins Landsmanns Gertjan Verbeek beim VfL Bochum im Gespräch. Zu einem Abschluss kam es nicht. Reekers wollte sich gegenüber dem WESTFALEN-BLATT nicht zu dem Verfahren äußern.

Osterland: »Richterspruch ist unabdingbar«

Am Freitag hat Reekers-Nachfolger Sören Osterland seinen Termin. Der 31-Jährige arbeitete vom 13. Oktober 2015 bis 3. März 2016 an der Seite von Stefan Effenberg. »Ich bin froh, dass die Sache jetzt von einer neutralen Stelle entschieden wird. Der Richterspruch ist unabdingbar, weil hier zwei völlig unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen«, sagte Osterland.

Den Vorsitz hat Richterin Andrea Rakow, zu seinen Chancen äußerte sich Osterland so: »Wenn die Sachlage klar wäre, hätte ich nicht geklagt.« Sein Chef Stefan Effenberg hatte da scheinbar eine andere Auffassung: Der Ex-Profi hat zwar bis heute auch keinen neuen Trainerjob, reichte aber trotzdem keine Klage ein.

Der SCP wird an beiden Prozesstagen durch Dr. Rüdiger Völkel vertreten. Der Rechtsanwalt ist gleichzeitig stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins und war bis zuletzt noch um gütliche Einigung bemüht. An beiden Verhandlungstagen wird auch Geschäftsführer Martin Hornberger teilnehmen.

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