Defensivspieler Sebastian Heidinger unterschreibt Vertrag bis 2019 – Torschützenkönig Roope Riski aus Finnland ausgeliehen Verstärkung während der Winter-Vorbereitung

Paderborn (WB). Zwei neue Spieler für den Fußballdrittligisten SC Paderborn: Der erfahrene Defensivspieler Sebastian Heidinger kommt vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben. Außerdem leiht der SCP den finnischen Torschützenkönig Roope Riski bis zum 30. Juni 2017 vom Erstligisten SJK Seinäjoki aus. 

Roope Riski, Chef-Trainer Stefan Emmerling und  Sebastian Heidinger (von links).
Roope Riski, Chef-Trainer Stefan Emmerling und Sebastian Heidinger (von links). Foto: SC Paderborn

Heidinger bekommt die Rückennummer 29, Riski die 33.

Heidinger wurde in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet und verfügt über die Erfahrung von 79 Zweitliga-Spielen (neun Tore) und 56 Drittliga-Begegnungen (sechs Treffer). In seiner bisherigen Laufbahn spielte der gebürtige Unterfranke unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, RB Leipzig, 1. FC Heidenheim und Greuther Fürth. »Sebastian hat bei mehreren Clubs bewiesen, dass er über einen langen Zeitraum auf konstant hohem Niveau spielen kann und auch Führungsqualitäten besitzt«, kommentiert Chef-Trainer Stefan Emmerling den Transfer. 

Riski war in seiner Karriere neben Clubs in seinem Heimatland bereits auch in Italien (AC Cesena) und Norwegen (Hönefoss und FK Haugesund) aktiv. Der 25-jährige finnische Nationalspieler erzielte in der abgelaufenen Spielzeit satte 17 Tore in 33 Meisterschaftsspielen der ersten Liga Finnlands. Emmerling freut sich auch über diese Verpflichtung: »Roope hat im Training gezeigt, dass er über einen guten Abschluss verfügt. Er ist genau der Stürmer, den wir gesucht haben.«

Kommentare

Abwarten

Man muss mal abwarten. Schon oft wurden (namhafte) Verstärkungen gefeiert, die dann weniger brachten als hungrige Talente. Aber ich will es optimistisch sehen. Klar war der Kader aufgrund der Auffüllung durch Spieler aus der U21 sehr dünn besetzt. Allerdings sehen ich auf den Außenbahnen (Herzenbruch, Bertels, Itter, Zolinski, Vucinovic, Bickel, ...) wenig Bedarf. Auch Dedic/Michel haben ihre Sache als Torjäger gut gemacht.

Dagegen haben wir an sich nur drei nominelle Innenverteidiger (+ Schonlau) und keinen gleichwertigen Ersatz für Lukas. Da hätte man Bedarf.

Investieren um des Investierens Willen hat jedenfalls noch nie geholfen. Die Gesamtstrategie und Philosophie müssen stimmen. Wintertransfers sind immer "kompliziert". Daher sollten sie die Ausnahme denn die Regel sein (zum Beispiel bei verletzungsbedingten Ausfällen).


Jahrelang wurden die Verteidiger der alten Philosophie als "Schönfärber" diffamiert. Aber damals waren wir sportlich und wirtschaftlich gesund. Ich weiß auch nicht besser, wen man holen soll, als Leute, die sich damit 8 Stunden am Tag beschäftigen. Aber ich weiß, wen ich nicht geholt hätte. Ich habe genau 6 Transfers in der gesamten Vereinsgeschichte öffentlich kritisiert: Ducksch, Kirch, Stöger (zu teuer), van der Biezen und die Rückkehrer Ndjeng und Proschwitz. Dagegen wurde man nieder gemacht, als man Koc, Meha oder Vrancic bei der Verpflichtung gelobt hat.

Die Zeiten, als man gute Spieler für erschwingliche Summen holte, indem man ihnen mit Ausstiegsklauseln die Chance als Sprungbrett lieferte, waren mit Abstand am erfolgreichsten! Als man anfing, Spieler mit Gewalt zu halten oder mit hohen Gehältern die Ausstiegsklauseln "abkaufte", ging es bergab! Die "anderen Regale" haben uns geschadet!

Und das Klima in Paderborn, wo man jede Chance nutzt, um sich zu empören (Transfererlöse, Trainertalente, Preisgestaltung etc.), trägt zu einer Stimmung bei, die erfolgreiches Arbeiten schwer machen. Da wird jedes Alibi dankend angenommen, um Boykotte oder Stadionverzicht zu begründen. Dazu kommen Hetzjagten auf eigene Leute von der Vereinsführung über die Geschäftsstelle, Trainern bis hin zu Spielern und echten Identifikationsfiguren wie Lukas Kruse. Selbst ein Markus Krösche wurde hier jahrelang beschimpft.

Da wundert mich auch nicht, dass manche Spieler gerne wechseln. Allerdings finde ich gut, dass sich offenbar die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass man ehemalige Spieler, die wegen Geld den Vereine nicht schnelle genug verlassen konnten (wie Proschwitz), nicht mehr zurückgeholt werden (Alushi, Brandy etc.). Solche Leute brauchen wir hier nicht!

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