Nach der Paderborner Bestandsaufnahme will Finke erst die Finanzen klären Noch kein Ergebnis

Paderborn (WB). Die Bestandsaufnahme beim Drittligisten SC Paderborn ist erfolgt. Präsident Wilfried Finke und das Trainerteam mit Stefan Emmerling an der Spitze haben sich zum Meinungsaustausch getroffen. Ergebnisse gibt es noch nicht. Ein Grund sind die Finanzen.

Von Matthias Reichstein
Klare Signale: Trainer Stefan Emmerling hat mit Präsident Wilfried Finke die Hinrunde analysiert.
Klare Signale: Trainer Stefan Emmerling hat mit Präsident Wilfried Finke die Hinrunde analysiert. Foto: Oliver Schwabe

»Wir bauen gerade neue Strukturen auf und sind mit vielen Partnern in Gesprächen. Die sind aber noch nicht beendet«, begründet Präsident Wilfried Finke. Das heißt: Erst wenn feststeht, wie viel Geld zusätzlich zur Verfügung steht, will Finke in den Kader investieren. Wobei die Forderungen seines neuen Trainers durchaus erfüllbar klingen. »Ich plane keine großen Veränderungen, nur punktuell. Aber die müssen dann auch passen«, sagt Stefan Emmerling. Deshalb könnte sich der 50-Jährige auch einen Umweg vorstellen und potenzielle Neuzugänge zunächst im Training und in den Vorbereitungsspielen testen.

Handlungsbedarf auf drei Schlüsselpositionen

Die sensiblen Bereiche sind bekannt, denn auf drei Schlüsselpositionen ist der Kader nur auf Kante genäht: Für Torhüter Lukas Kruse, das Innenverteidiger-Duo Tim Sebastian/Christian Strohdiek und Sturmspitze Zlatko Dedic gibt es keinen adäquaten Ersatz. Da hat der Club Handlungsbedarf, wobei der SCP zunächst diese Frage für sich beantworten muss: Gibt es in der laufenden Saison noch eine realistische Chance auf die Plätze eins bis drei? Finke ist da zurückhaltend: »Als Tabellen-14. verbietet es sich eigentlich, darüber öffentlich nachzudenken.« Auch die Frage nach dem Sportlichen Leiter beantwortet der 65-Jährige zurückhaltender als noch vor Wochen: »Ich bin unentschlossen. Vielleicht besetzen wir erst im Mai diese Position.« Auch Emmerling sieht den Verein in diesem Punkt nicht unter Zeitdruck: »Langfristig muss eine Lösung her. Aktuell habe ich aber mit Ole Siegel einen Topmann an meiner Seite.« Welcher Manager wann kommt, bleibt damit unklar, auch wenn der Chemnitzer Stephan Beutel (»Ich kommentiere keine Spekulationen«) weiter als Top-Favorit gilt.

Einige Spieler müssen »mehr Druck machen«

So werden einige SCP-Profis auch weiter nur unter Beobachtung von Finke und Emmerling mit seinem Trainerteam stehen. Wie zum Beispiel Marc Vucinovic, Christian Bickel, Koen van der Biezen, Pascal Itter, Niko Dobros und Dino Medjedovic. »Sie müssen mehr Druck machen und sich mehr aufdrängen«, fordert Emmerling. Finke legt noch nach: »Bis zum Saisonende ist jedes Spiel eine Probe aufs Exempel.«

Wobei neben den genannten Kruse, Strohdiek, Sebastian sowie Dedic auch andere Spieler die ersten beiden Partien unter dem Neuen nutzten und dicke Ausrufezeichen setzten: Felix Herzenbruch, Robin Krauße, Ben Zolinski, Sven Michel, Thomas Bertels und Marcus Piossek waren auffällig und werden bei der SCP-Analyse gute Noten bekommen haben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.