Paderborn verliert zu Hause 0:4 gegen Union Berlin Desolater SCP wird auseinandergenommen

Paderborn (WB). Diese Heimklatsche macht wenig Hoffnung im Zweitliga-Abstiegskampf. Ein desolater SC Paderborn wurde am 29. Spieltag von Union Berlin auseinandergenommen und verlor vor 9137 Zuschauern mit 0:4 (0.4).

Von Matthias Wippermann
SCP-Spieler Kevin Stöger (links) wagt sich an den Ball.
SCP-Spieler Kevin Stöger (links) wagt sich an den Ball. Foto: Besim Mazhiqi

SCP-Trainer René Müller beorderte im Vergleich zum Auswärtsspiel in Braunschweig Niklas Hoheneder, Michael Heinloth und Dominik Wydra auf die Bank. Dafür rückten Tim Sebastian (nach Muskelfaserriss), Khaled Narey (nach Gelb-Rot-Sperre) und Thomas Bertels in die Startelf.

Schon in der siebten Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Paderborns Kapitän Marvin Bakalorz nahm Union-Angreifer Bobby Wood Fahrt auf und traf mit einem Flachschuss zum 0:1. In der 13. Minute erzielte Wood Berlins zweiten Treffer, nach einer Ecke des SCP. Die wurde geklärt, Felix Kroos passte gedankenschnell mit einem langen Ball auf Wood, der Daniel Heuer Fernandes erneut keine Chance ließ. »Wir haben die Schnauze voll«, riefen die SCP-Anhänger. Doch es kam noch schlimmer. Nach einem weiteren Ballverlust, diesmal durch Tim Sebastian, verhinderte Heuer Fernades zwar Woods dritten Treffer, aber die anschließende Ecke bescherte Union die 3:0-Führung. Sören Brandy verlängerte mit dem Kopf und Damir Kreilach drückte am zweiten Pfosten den Ball über die Linie (21.).

Nun hieß es aus Paderborns Fanblock »Vorstand raus« und SCP-Coach René Müller schickte seine Reservespieler zum Aufwärmen. Kurz darauf wechselte er auch, allerdings unfreiwillig. Tim Sebastian musste verletzt vom Platz, für ihn kam Niklas Hoheneder (30.). Einige SCP-Anhänger hatten da bereits den Fanblock verlassen. So mussten sie sich in der 36. Minute nicht das 0:4 ansehen. Nach einer Ecke von Felix Kroos war Toni Leistner per Kopf erfolgreich und erhielt dafür sogar Beifall vom Paderborner Publikum. Damir Kreilach hätte nach einem weiteren Bakalorz-Ballverlust vor der Pause sogar noch das 0:5 erzielen müssen. Thomas Bertels hatte ein Foulspiel gesehen, beschwerte sich bei Schiedsrichter Christian Dietz und kassierte seine fünfte Gelbe Karte der Saison. Er muss daher im kommenden Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt zuschauen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Müller den defensiven Mittelfeldspieler Robin Krauße für Stürmer Nicklas Helenius. Innerhalb einer Minute vergaben Moritz Stoppelkamp und Marvin Bakalorz beste Chancen aus einen Anschlusstreffer (48.). Ein Treffer fiel im zweiten Durchgang aber nicht mehr.
Da 1860 München gleichzeitig gegen Greuther Fürth mit 0:1 verlor, beträgt Paderborns Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin ein Punkt.

Paderborn: Heuer Fernandes – Narey, Sebastian (30. Hoheneder), Wahl, Hartherz – Bakalorz, Stöger – Koc, Stoppelkamp, Bertels – Helenius (46. Krauße)

Berlin: Busk – Kessel, Leistner, Puncec, Parensen – Zejnullahu, Daube – Kroos, Kreilach – Wood, Brandy

Schiedsrichter: Dietz (Kronach)

Zuschauer: 9137

Tore: 0:1 Wood (7.), 0:2 Wood (13.), 0:3 Kreilach (21.), 0:4 Leistner (36.)

Gelbe Karten: Bakalorz, Bertels/

Kommentare

Ungeahnte Möglichkeiten

Dieser Auftritt war mehr als erschreckend, mir tun die Fans des SC Paderborn leid. Haben solch einen Auftritt der elf Trikotträger nicht verdient. Sebastian war offensichtlich noch nicht fit genug für die Rückkehr in die erste Elf. Aber die Böcke vor den Gegentoren - schlichtweg haarsträubend gegen eine Mannschaft, für die die Saison schon gelaufen ist.
Falls nächste Saison Chemnitz im Stadion aufläuft: es gab viele Gelegenheiten, das zu verhindern.

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