SCP-Verteidiger Hoheneder schätzt sein Comeback realistisch ein Rückkehr auf Zeit

Paderborn (WB/en). Bis zur Winterpause hatte Niklas Hohen­eder einen Stammplatz in der Vier­erkette des SC Paderborn sicher. In 17 von 19 Spielen erlebte er den An- und den Abpfiff auf dem Feld. Im neuen Jahr aber blieb dem Innenverteidiger lange lediglich die Zuschauerrolle,  ehe er bei der 1:2-Niederlage gegen Braunschweig sein Comeback feiern durfte. Doch der 29-Jährige weiß genau, dass es für ihn eine Rückkehr auf Zeit ist.

Niklas Hoheneder (rechts) ersetzt derzeit Tim Sebastian.
Niklas Hoheneder (rechts) ersetzt derzeit Tim Sebastian. Foto: Thomas F. Starke

Sobald Winterneuzugang Tim Sebastian seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hat, wird der wieder die Position neben Hauke Wahl einnehmen. Darüber könnte sich »Hohe« beschweren, doch so einer ist der Österreicher nicht. Erst recht nicht in der prekären Lage, in der er sich mit seinem Verein befindet. Der Klassenerhalt genießt die uneingeschränkte Priorität, persönliche Befindlichkeiten spielen nur eine Nebenrolle. »Ich hatte das Pech, in der Wintervorbereitung lange verletzt gewesen zu sein, aber mit Tim hat der Verein auch einen super Mann verpflichtet, und da habe ich eine klare Meinung: Die Besten sollen spielen. Ich bin einer, der dann zurücksteckt und keiner, der auf böse macht. Ich gebe aber weiter Gas und hoffe auf die nächste Chance.«

Acht Spiele auf die Chance gewartet

Auf die musste er im neuen Jahr acht Spiele lang warten. Unter Stefan Effenberg war selbst im Kader kein Platz mehr. Seit René Müller das Sagen hat, saß der 1,90-Meter-Mann vor der Braunschweig-Partie dreimal auf der Bank. Zwar hat Hoheneder (58,6 Prozent) hinter Wahl (62,3) und vor Sebastian (54,5) die zweitbesten Zweikampfwerte zu bieten, doch Letztgenanntem wird eine höhere Passgenauigkeit und insbesondere ein Mehr an Führungsqualität attestiert.

An der Mentalität, die einen Teamplayer ausmacht, indes mangelt es dem Vater der acht Monate alten Hilda bestimmt nicht. Und so wünscht er sich nichts mehr als den Ligaverbleib, von dem er fest überzeugt ist. »Wir haben die Qualität, um jedes der verbleibenden Spiele zu gewinnen«, sagt Hohen­eder. Ob seine Qualität auch gegen Union Berlin gefragt sein wird, ist offen. Während Moritz Stoppelkamp am Montag aufgrund von Fersenproblemen passen musste, machte Tim Sebastian immerhin schon Teile des Teamtrainings mit.

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