SCP verliert nach 1:0-Führung noch 2:1 bei Eintracht Braunschweig Ein heftiger Dämpfer

Braunschweig/Paderborn (WB/pk). Der SC Paderborn kommt der 3. Liga immer näher. Das 1:2 (1:2) am Freitagabend bei Eintracht Braunschweig war die erste Pleite für Trainer René Müller, dessen Team auch nach dem 28. Spieltag auf einem direkten Abstiegsplatz bleibt. Der SCP verlor zum ersten Mal nach vier Spielen ohne Niederlage, Braunschweig beendete seine Negativserie mit sechs Partien ohne Sieg.

Paderborns Nicklas Helenius im Zweikampf mit Braunschweigs Mirko Boland.
Paderborns Nicklas Helenius im Zweikampf mit Braunschweigs Mirko Boland. Foto: Oliver Schwabe

In seinen bisherigen drei Spielen als SCP-Trainer in dieser Saison hatte Müller die identische Startelf präsentiert, im Stadion an der Hamburger Straße war er erstmals und das gleich doppelt zum Umstellen gezwungen. Für den gesperrten Khaled Narey rückte Michael Heinloth rechts in die Viererkette, den verletzten Abwehrchef Tim Sebastian ersetzte Niklas Hoheneder. Im defensiven Mittelfeld begann Dominik Wydra trotz seiner Länderspiele mit Österreichs U 21. 

Die Partie war sofort auf Hochtouren. Nicht einmal eine Minute war gespielt, da hatte Jan Hochscheidt bereits die Chance zum 1:0 für die Gastgeber. Da fehlten nur Zentimeter. Besser machten es die Gäste Sekunden später auf der anderen Seite. Süleyman Koc passte zu Moritz Stoppelkamp und es hieß 0:1. Es war das schnellste Saisontor für den SCP. Und es hätte kurz danach schon ein zweites folgen können. Nach einer Ecke von Kevin Stöger scheiterten Florian Hartherz und Stoppelkamp nacheinander an Eintracht-Torwart Rafal Gikiewicz (sechste Minute). Der war auch bei einem Schuss von Koc in der 19. Minute zur Stelle. Nach einer halben Stunde hieß es statt 0:2 aber 1:1 durch ein Traumtor von Gerrit Holtmann in den Winkel.

Paderborn fällt zu wenig ein

Braunschweig kam nun mächtig auf und legte gegen immer passiver und fehlerhafter werdende Paderborner nur drei Minuten später nach. Hochscheidt war im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz zur Stelle. Da war der Doppelschlag perfekt. Acht Minuten vor der Pause klärte Heinloth einen Schuss von Hochscheidt auf der Linie und verhinderte das 3:1. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte es Elfmeter für Paderborn geben müssen, doch die Pfeife von Schiedsrichter Günter Perl blieb nach einem klaren Foul im Strafraum von Gikiewicz an Koc stumm. Zu Beginn von Durchgang zwei wurde Paderborn mit Thomas Bertels anstelle von Wydra offensiver, die erste Chance vergab Koc gegen Gikiewicz (62.). Sechs Minuten später war Braunschweigs Bester gegen Nicklas Helenius erneut zur Stelle. Insgesamt aber fiel den Ostwestfalen zu wenig ein und sie konnten sich bei Torwart Daniel Heuer Frenandes bedanken, der mit einigen guten Paraden eine höhere Niederlage verhinderte.

Statistik

Braunschweig: Gikiewicz - Baffo, Decarli, Kijewski - Hochscheidt, Boland, Schönfeld (82. Vrancic), Reichel - Khelifi, Holtmann (73. Omladic) - Tietz (62. Ademi)

Paderborn: Heuer Fernandes - Heinloth (89. Pepic), Hoheneder, Wahl, Hartherz - Bakalorz, Wydra (46. Bertels) - Koc (79. Saglik), Stöger, Stoppelkamp - Helenius

Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Zuschauer: 20.685

Tore: 0:1 Stoppelkamp (2.), 1:1 Holtmann (29.), 2:1 Hochscheidt (32.)

Gelbe Karten: Schönfeld, Boland/Bakalorz, Stöger, Bertels, Hartherz

Kommentare

Dann spielen wir eben 3. Liga!

Leider sind wir nicht mehr zu retten. So lange so Blinde wie Stöger immer wieder spielen, wird das nichts... Da muss der Mahir spielen!

Und man sieht, dass in unserer Situation weder ein Sieg (Pauli) noch eine Führung Sicherheit geben. Beim ersten Gegentor bricht alles zusammen. Das Problem ist im Kopf. Und das war schon unter Gellhaus so. Es lag nie am Trainer.

Wenn man aber (wie Effenberg) vom Aufstieg faselt, statt den Abstiegskampf anzunehmen, dann ist der Realitätsverlust komplett. Unter Gellhaus wäre der Abstiegskampf spätestens im November angenommen worden.

Sie Nörgler hätten dann in Erwartung des Wiederaufstiegs zwar weiter "Gellhaus raus" gerufen, obwohl wir heute wohl Zwölfter wären, aber wir hätten uns dieses Desaster erspart!

Größenwahn war noch nie gut! Und so viele Vereine haben es uns vorgemacht. Nur weil man täglich medial von Rockstars umgeben ist, gibt es eben auf jeden Rockstar Zehntausend Musiker, die nie erfolgreich sind. Und doch glauben alle, sie könnten in der Liga der Großen mitspielen! Diese Illusion ist lebensgefährlich!!!

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