Der SCP verliert 0:4 – Koc sieht Rot – als nächstes kommt Düsseldorf Desaströse Darbietung in Bochum

Bochum (WB). In dieser Verfassung steuert der SC Paderborn im Direktflug auf die dritte Liga zu. Zum Rückrundenauftakt musste sich der Erstliga-Absteiger beim VfL Bochum nach einer desaströsen Darbietung mit 0:4 (0:3) geschlagen geben.

Von Elmar Neumann
Drei Mal jubelten die Bochumer in der ersten halben Stunde. Die Paderborner sind bedient.
Drei Mal jubelten die Bochumer in der ersten halben Stunde. Die Paderborner sind bedient. Foto: Besim Mazhiqi

Während der VfL nach sieben vergeblichen Anläufen erstmals wieder einen Dreier feiern durfte, ist der SCP nun unter Trainer Stefan Effenberg seit sechs Meisterschaftsspielen sieglos.

Ungleiches Duell

Die Partie war noch keine zehn Minuten alt, da hätte Schiedsrichter Christian Dietz aus München das ungleiche Duell ruhigen Gewissens schon wieder abpfeifen können. Erst rutschte Michael Heinloth aus und Timo Perthel bedankte sich für diesen Fauxpas mit einer präzisen Flanke auf Peniel Mlapa, der zum 1:0 einköpfte (8.). Dann fand auch Marco Terrazzino in Mlapa einen dankbaren Abnehmer und diesmal hatte der bemitleidenswerte SCP-Keeper Lukas Kruse gegen einen Flachschuss des VfL-Angreifers keine Chance (10.).

Nach dem 3:0 durch Tim Hoogland (31.) skandierten die Paderborner Fans: »Wir ham die Schnauze voll.« Der VfL aber hatte noch nicht genug und allein Kruse verhinderte vor dem Seitenwechsel einen noch peinlicheren Zwischenstand.

Bitterer Abend

Nach Wiederbeginn schonten die Bochumer mit Blick auf das DFB-Pokalspiel bei 1860 München am Mittwoch scheinbar schon die Kräfte und gönnten auch dem Gegner mal eine große Gelegenheit. Nick Proschwitz aber ließ das Geschenk ungeöffnet und scheiterte aus sieben Metern, völlig frei stehend, an Torwart Manuel Riemann (70.).

Zur Krönung dieses bitteren Abends sah Süleyman Koc nach einem Foul an Thomas Eisfeld (84.) noch die Rote Karte. Da war es auch kein Trost mehr, dass Kruse den von Simon Terodde geschossenen Elfmeter hielt.

Nach dem 0:4 in der Nachspielzeit ertönte der Abpfiff.

Ein versöhnlicher Jahresabschluss ist für den SCP nach dieser Vorstellung nicht mehr möglich, die Sieglos-Serie aber kann er noch beenden: am nächsten Montag, 21. Dezember, im letzten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf.

Statistik

Bochum: Riemann - Celozzi, Cacutalua, Bastians, Perthel - Losilla, Hoogland – Bulut, Haberer (65. Eisfeld), Terrazzino (76. Novikovas) - Mlapa (54. Terodde)

Paderborn: Kruse - Heinloth (33. Narey), Hoheneder, Wahl, Brückner - Bakalorz, Wydra (33. Proschwitz) - Koc, Saglik, Stoppelkamp (65. Ouali) - Lakic

Schiedsrichter: Dietz (München)

Zuschauer: 11479

Tore: 1:0 Mlapa (8.), 2:0 Mlapa (10.), 3:0 Hoogland (31.), 4:0 Bastians (90.+2)

Gelbe Karten: Perthel / -

Rote Karte: Koc (84., Notbremse)

Kommentare

Verweigert

Die Truppe hat komplett die Teilnahme am Spiel verweigert. Erschreckend, wenn man sich derart vorführen läßt. Passiv, naiv - und als alles gelaufen war, sich dann noch selbst zu dezimieren. Mir tut jeder leid, der sich das live angeschaut hat.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.