1:4-Niederlage in Freiburg - Platzverweis für Bakalorz Bauchlandung im Breisgau

Freiburg (WB).  Böse Bauchlandung im Breisgau: Mit 1:4 (0:3) hat der SC Paderborn beim SC Freiburg verloren. Für den neuen Trainer Stefan Effenberg war es die erste Punktspielniederlage mit dem SCP.

Torwart Lukas Kruse kassierte in der ersten Halbzeit drei Tore.
Torwart Lukas Kruse kassierte in der ersten Halbzeit drei Tore. Foto: Besim Mazhiqi

Mit vier Änderungen schickte Effenberg seine Elf auf das Feld. Srdjan Lakic, Mahir Saglik, Michael Heinloth und Dominik Wydra mussten auf die Bank, Nick Proschwitz, Kevin Stöger, Khaled Narey und Oliver Kirch durften anspielen. Die Gastgeber tauschten nur auf zwei Positionen ihr Personal: Für Günter (Muskelfaserriss) und Guedé (Bank) spielten Föhrenbach und Torrejon.

Der Tabellenführer erwischte einen Blitzstart. Nach nur 126 Sekunden war Nils Petersen zum ersten Mal zur Stelle und traf mit seinem zwölften Saisontor zum 1:0. Frantz und Philipp bereiteten mit einem doppelten Doppelpass den Treffer vor und Petersen musste drei Meter vor dem Tor den Ball nur noch ins Netz schieben. Der erste Rückstand unter Effenberg schockte die Gäste, die gar nicht ins Spiel fanden. Keine Ideen, zweikampfschwach und gar kein Spiel nach vorne - das war Paderborns schwächste Leistung seit der Amtsübernahme von Effenberg. Und dennoch hatte der SCP eine richtig gute Möglichkeit zum Ausgleich: Nach Zuspiel von Süleyman Koc steuerte Nick Proschwitz (10.) allein auf Freiburgs Schlussmann Schwolow zu, hob den Ball aber übers Tor.

Viel besser machte es der SC Freiburg, genauer gesagt Nils Petersen. Ausgangspunkt war diesmal Daniel Brückner. Der verlor das Duell gegen Frantz, dessen Flanke auf den Elfmeterpunkt köpfte Petersen zum 2:0 in die Maschen. Zweite Chance, zweites Tor: effizienter geht es nicht.

Die Entscheidung fiel kurz vor der Pause: Erst hielt der bereits verwarnte Kapitän Marvin Bakalorz seinen Gegenspieler Vincenzo Grifo, sah dafür die zweite Gelbe und muste folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz. Den anschließenden Freistoß zirkelte Grifo zum 3:0 (40.) ins Netz.

In Unterzahl hatte Paderborn beim Liga-Primus keine Chance mehr auf ein achtbares Ergebnis. In der Pause wechselte Effenberg Stöger aus und brachte den Langzeitverletzten Thomas Bertels. Doch das nächste Tor schoss wieder Freiburg. Petersens dritten Streich bereitete in der 52. Minute Torrejon vor, auch diesmal war die Freiburger Torgarantie völlig frei.

Paderborn versuchte danach, die bittere Niederlage nicht zu einem Debakel werden zu lassen. Offensiv hatten die Ostwestfalen nur noch eine Szene: Ein Flachschuss von Koc konnte Schwolow aber problemlos halten. Zum Schluss spielte Freiburg die Partie lässig zuende. Nutzte die Chancen nicht und wurde in der Schlusminute noch ein bisschen bestraft: Narey traf nach einer schönen Einzelleitung zum 1:4.

Insgesamt war es aber ein sehr entäuschender Auftritt des SC Paderborn, der jetzt seit vier Pflichtspielen sieglos ist.

SC Freiburg: Schwolow - Torrejon, Höhn, Kempf, Föhrenbach - Höfler, Abrashi (69. Stanko) - Frantz (69. Hufnagel), Grifo (79. Schleusener) - Philipp, Petersen
SC Paderborn: Kruse - Narey, Hoheneder, Wahl, Brückner - Kirch, Bakalorz - Koc, Stöger (46. Bertels), Stoppelkamp - Proschwitz (60. Ndjeng)
Tore: 1:0 Petersen (3.), 2:0 Petersen (21.), 3:0 Grifo (40.), 4:0 Petersen (52), 4:1 Narey (90.)
Gelb-Rote Karte: - /  Bakalorz (39.)

Kommentare

"Investitionen" in teure Stars erkennbar gescheitert

Das Geld-Verpulvern für vom Geld versaute "Altstars" wie Proschwitz, Ndjeng und Kirch ist erkennbar gescheitert.

Auch ein Stöger in Stuttgart unter Vertrag von K´lautern gekommen passte doch nicht in unsere erfolgreiche Philosophie der ergangenen Jahre, die uns so wohltuend vom Rest unterschied! Für Stöger ist der SCP doch eher ein Rückschritt. Dafür war er teurer als die Transfers zu Erstligazeiten!!!

Dazu noch die Million, weil man einen Trainer demontiert hat und teure Spieler geholt hat, denen der Egoismus und Arroganz über den Charakter geht (Proschwitz).

So habe wir locker 3 Mio. verbrannt! Und jetzt ist zu befürchten, dass man als Problemlösung im Winter zu folgendem Mittel greift: Geld für neue "Stars" verbrennen...

Duisburg lässt grüßen! Die wurden nach dem Pokalfinale mit übe 5 Mio. alleine an TV-Geldern auch größenwahnsinning und sind seit dem fas tot!

1 Kommentare

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