Nebenrolle für SCP-Strategen Schwierige Zeiten für Kevin Stöger

Paderborn (WB/MR). Sieben Punkte aus drei Spielen – die Zweitligabilanz von Trainer Stefan Effenberg stimmt. Dennoch gibt es auch Verlierer im Kader des SC Paderborn. Einer heißt Kevin Stöger. Der Stratege im SCP-Spiel besetzt aktuell nur eine Nebenrolle. Eine neue Chance bietet sich am Sonntag   (13.30 Uhr)  im Heimspiel  gegen den 1. FC Heidenheim.

Kevin Stöger im Duell mit dem Frankfurter Shawn Maurice Barry.
Kevin Stöger im Duell mit dem Frankfurter Shawn Maurice Barry. Foto: WB

Paderborns erster Millionen-Transfer, Ende August vom VfB Stuttgart geholt, war unter Effenbergs Vorgänger Markus Gellhaus gesetzt. Er sollte  das Spiel des SCP diktieren, dirigieren und stand immer in der Startelf. In den sechs Partien bis zur Trainer-Trennung  ließ Stöger sein Können zwar aufblitzen, doch die sportliche Bilanz unter der Regie des Edeltechnikers war  dürftig: ein Sieg, ein Remis, vier Niederlagen.  Aber erst mit  Effenberg änderte sich für Stöger alles. »Kevin hat Qualitäten und Momente, die außergewöhnlich sind. Doch  der Fußball besteht aus vielen Faktoren«, sagt der Trainer und wird noch  deutlicher: »Kevin  muss lernen und auch arbeiten.«

So könnte der SCP spielen

Kruse – Narey, Hoheneder, Wahl, Hartherz – Wydra, Bakalorz – Koc, Stöger, Stoppelkamp – Lakic (Proschwitz)

Stögers Rolle übernahm Mahir Saglik. Eigentlich schon auf dem Abstellgleis, erlebt  der 32-Jährige  im Spätherbst seiner Laufbahn den zweiten Frühling.  Und Kevin Stöger? Der rutschte  zunächst aus der Startelf .  Gegen  Braunschweig kam er rein, bereitete das 2:0 von Nick Proschwitz mustergültig vor und erhielt beim letztlich enttäuschenden 1:1 gegen Frankfurt sogar erstmals den Vorzug vor seinem  Konkurrenten, musste aber nach  einer knappen Stunde wieder raus:  »Ich weiß nicht, woran es  liegt. Frankfurt war   nicht mein bestes Spiel, aber es war auch nicht so schlecht.«  Als Kritik am Coach will der Österreicher seine Spielwertung allerdings nicht verstanden wissen: »Unser Trainer redet viel, das gibt Vertrauen. Er wechselt auch viel, auch das ist gut für unser Team.« Deshalb ist jetzt Stöger am Zug: Für einen Spieler seiner Qualität muss es  der Anspruch sein, Stammkraft zu werden.

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