Beim SC Paderborn herrscht große Vorfreude auf die Pokalpartie in Dortmund Die Kür kann kommen

Paderborn (WB). Zweimal in Folge haben die Profis des SC Paderborn ganz gewissenhaft ihre Pflicht erfüllt. Jetzt dürfen sie sich voller Vorfreude an die Kür begeben: die DFB-Pokalpartie am Mittwoch bei Borussia Dortmund (19 Uhr).

Von Elmar Neumann
Auch Paderborns Marcel Ndjeng hört genau zu, wenn sein Trainer    Stefan Effenberg spricht.
Auch Paderborns Marcel Ndjeng hört genau zu, wenn sein Trainer Stefan Effenberg spricht. Foto: Oliver Schwabe

Gegen Eintracht Braunschweig und Union Berlin hätte der SCP jede Menge zu verlieren gehabt, vor der Begegnung mit dem BVB ist die Ausgangslage eine völlig andere. »Das ist ein Spiel, in dem wir nur etwas gewinnen können«, sagt  Michael Born. Der Manager  sieht sich in den Zeiten des ungehemmten Effenberg-Hypes veranlasst, doch noch einmal einen Ex-Trainer  zu zitieren: »André Breitenreiter hätte gesagt, dass wir der krasseste Außenseiter sind.« Seit dem 14. August steht fest, dass es die Paderborner in der zweiten Runde mit dem Thomas-Tuchel-Team zu tun bekommen. Damals waren die Verantwortlichen auf Losfee Felix Neureuther nicht allzu gut zu sprechen. Wenige Stunden nach dem 0:6 gegen den SV Sandhausen  kam die Aussicht auf dieses ungleiche Duell wie eine Bestrafung daher.

Kaum auszudenken, wie ein SCP in der  desolaten Verfassung von damals im Dortmunder Stadion vorgeführt werden könnte. Die Rollen sind auch zwei Monate später unmissverständlich verteilt, aber die Betrachtungsweise hat sich ganz entscheidend verändert.  Die beiden 2:0-Siege in der 2. Liga haben die Zuversicht vervielfacht. Wo Furcht vorhanden sein könnte, dominiert die Freude. »Das ist ein Spiel, das wir von der ersten bis zur letzten Minute  genießen dürfen«, sagt der ehemalige Schwarz-Gelbe Mahir Saglik, einer der Paderborner, die unter dem neuen Cheftrainer Stefan Effenberg am auffälligsten aufblühen.

Co-Trainer Osterland beobachtet den BVB

Der neue Co-Trainer Sören Osterland war am Sonntag Augenzeuge der  Dortmunder 5:1-Gala gegen den FC Augsburg. Seine Erkenntnisse wurden Montagnachmittag ausgewertet. Saglik ist überzeugt davon, dass der Mannschaft wieder die bestmögliche Herangehensweise mit auf den Weg gegeben wird: »Die Trainer haben uns vor dem Union-Spiel perfekt eingestellt,  den Gegner sehr, sehr gut analysiert, und sie werden sich auch für Dortmund das richtige Rezept einfallen lassen.«

Ob das für mehr als ein achtbares Ausscheiden reicht, wird sich zeigen. Gewonnen haben die Gäste  aber tatsächlich schon: Finanziell könnte der Auftritt kaum lukrativer  sein.  268.000 Euro gibt’s für das Erreichen von  Runde 2, an die 600.000 Euro aus den  zu halbierenden Zuschauereinnahmen. Mehr als 70.000 Fans werden erwartet. Allein 5000 Paderborner freuen sich auf den Kürauftritt.

Kommentare

Genuß

Zitat:
"Das ist ein Spiel, das wir von der ersten bis zur letzten Minute genießen dürfen«, sagt der ehemalige Schwarz-Gelbe Mahir Saglik"

Das muß ein toller Genuß gewesen sein, 1:7 zu verlieren. Daran wird man sich mit Freude lange erinnern.

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