Paderborn tritt bei einem ungeliebten Gegner an – Gellhaus denkt an kleine Änderungen Noch sieglos in Fürth

Paderborn (WB). Es gibt Spiele,die würde der SC Paderborn gerne aus dem Plan streichen. Treffen mit der SpVgg Greuther Fürth gehören zweifellos dazu. Am Mittwoch (17.30 Uhr) sind die Ostwestfalen am Ronhof zu Gast.

Von Matthias Reichstein
Markus Gellhaus erwartet einen engagierten Auftritt
Markus Gellhaus erwartet einen engagierten Auftritt Foto: Oliver Schwabe

Seit 2005 kreuzen sich die Wege der beiden Klubs in Liga zwei und im Pokal. Nur zweimal blieben die Punkte in Paderborn, acht Siege feierte dagegen Fürth. Eine Statistik, in der auch noch fünf Remis vermerkt sind, die aber trotzdem nicht gerade Mut macht. Paderborns Trainer Markus Gellhaus nimmt diese Zahlen nur zur Kenntnis. »Ich hab’s nicht so mit Statistiken«, sagt der Fußballlehrer  und spricht  deshalb   lieber  über  sein  Team. Besonders deutlich wurde hier eines: Seine  Erleichterung über den 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC ist   riesengroß. Auch deshalb  hebt er noch mal die aus seiner Sicht  »sehr, sehr gute Leistung« der Elf hervor, richtet dann aber   schnell den Blick auf Mittwoch: »Wir wachsen zusammen und wollen auf diesem Weg in Fürth genauso engagiert und leidenschaftlich weitermachen.«

Der SCP-Kader wird sich im Vergleich zum KSC-Spiel  nicht großartig verändern. Angesichts der für seine Spieler ungewohnten Englischen Woche mit drei Spielen in acht Tagen denkt Gellhaus zumindest   über kleinere personelle Änderungen nach.  Festlegen wollte er sich hier nicht und erst die beiden letzten Trainingseinheiten sowie Gespräche mit den Spielern abwarten.   »Die Mannschaft hat sich  gerade ein Stück weit gefunden und hätte es verdient,  weiter zusammenzuspielen«, deutet  Gellhaus an, in welche Richtung seine Überlegungen gehen.

Hartherz ist ein Wackelkandidat

Ein Wackelkandidat ist Florian Hartherz. Der Linksverteidiger war am Samstag schwächster SCPer und wurde für Daniel Brückner ausgewechselt. Nominiert werden könnte aber auch der zuletzt aus disziplinarischen Gründen aussortierte Moritz Stoppelkamp. Festlegen wollte sich Gellhaus nicht und fasste sich kurz: »Er ist eine Alternative. Wie jeder andere im Kader auch.«

Das Paderborner Personal am Rohnhof bleibt damit etwas unklar, das Ziel auch. Der SCP will laut eigener Pressemitteilung eine Serie reißen lassen und endlich aus Fürth etwas Zählbares mitnehmen. Das ist dem SCP, trotz mäßiger Gesamtbilanz, allerdings schon dreimal gelungen. Die Trainer Jos Luhukay (2006), Pavel Dotchev (2008) und Andre Schubert (2010) erkämpften ein 1:1 und entführten  damit einen Punkt. Was fehlt ist ein Paderborner Auswärtssieg. Nach zehn Jahren und acht vergeblichen Versuchen ist die Zeit reif.

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Es würde mich sehr freuen, wenn heute Abend ein Sieg herausspränge, jedoch erscheint es doch doppelt unwahrscheinlich: Der samstägliche Erfolg erwuchs keineswegs einer großartigen Leistungssteigerung noch gibt es Anlaß, ihn für mehr als einen (schönen) Ausreißer zu halten. Und zweitens geht es gegen die Diebesbande, die werden schon wie es für sie üblich ist einen unsportlichen Weg finden, sich die Punkte zu beschaffen.

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