Paderborns Trainer Markus Gellhaus erklärt, warum er sich um seinen Job keine Gedanken macht »Wir werden Erfolg haben«

Paderborn (WB). Im Pokal beim Viertligisten Lübeck knapp an einer Blamage vorbei, in der Meisterschaft vier von fünf Spielen verloren und Tabellen-15.: Absteiger SC Paderborn hat in der 2. Bundesliga einen klassischen Fehlstart hingelegt. Nach der Länderspielpause und vor der nächsten Aufgabe am Freitag bei RB Leipzig stellte sich Trainer Markus Gellhaus den Fragen von Peter Klute.

Sein Blick verrät Zuversicht: Paderborns Trainer Markus Gellhaus ist von der Mannschaft des SC Paderborn überzeugt.
Sein Blick verrät Zuversicht: Paderborns Trainer Markus Gellhaus ist von der Mannschaft des SC Paderborn überzeugt. Foto: Jörn Hannemann

Herr Gellhaus, wie enttäuscht sind Sie über den Start?

Markus Gellhaus: Dass wir mit der Punktausbeute nicht zufrieden sind, ist jedem klar. Aber es ist  nachzuvollziehen, dass wir einen etwas holprigen Start hingelegt haben. So wie sich die Dinge in der Vorbereitung entwickelt haben, ist das bisherige Abschneiden für mich nicht besonders überraschend. Wir haben 15 Abgänge und zwölf Neuzugänge. Wenn ich dann die Spiele gegen Kaiserslautern und Bielefeld sehe, hatten wir auch Pech. Die beiden Partien mussten wir nicht verlieren, so dass wir unterm Strich den einen oder anderen Punkt mehr hätten holen können oder sogar müssen

Was ist das größte Problem?

Gellhaus: Dass wir von Tag eins keine eingespielte Mannschaft auf dem Platz hatten. Uns war das von Anfang an klar, weil man als Absteiger nicht sofort einen Kader beisammen hat, der so bleibt. Dazu haben uns mit Mario Vrancic und Patrick Ziegler zwei Spieler kurzfristig verlassen, von denen wir gedacht haben, dass wir sie halten können. Dann ist uns mit dem Abgang von Kapitän Uwe Hünemeier noch eine echte Säule weggebrochen. Und vier der von uns gewünschten Spieler haben wir erst in der letzten Transferwoche bekommen. So beginnen wir zwar nicht bei  Null, aber bei vielem, was wir in der Vorbereitung und im Trainingslager einstudiert haben, fangen wir   wieder relativ weit vorne an.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Mittwochausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

Kommentare

Visionen? Nein: Träume!

Ein Trainer mit Visionen die wohl leider Träume bleiben werden.

Sorry, aber die Lustlosigkeit der Spieler ist in jedem Spiel zu sehen und es ist am Trainer Stab, vorrangig natürlich dem Trainer, diese Lustlosigkeit aus den Spielern heraus zu bekommen. Und da würde ich daran ansetzen was die Spieler am meisten lieben: rumprotzen und mit teuren Karossen durch die Gegend zu fahren die ihnen bei der Leistung wahrlich nicht zu stehen.

DER ERFOLG WIRD KOMMEN

Ich sehe es wie der Trainer, wichtige Spieler, die der Verein erklärt hat, gerne halten zu wollen, wollten unbedingt (die meisten wegen des Geldes) weg (Hüne, Ziegler, Vrancic, Wemmer, Meha, Strohdiek, Kachunga ...). Da dauert ein Umbruch eben.

Auch finde ich die Analyse falsch, man habe in Lübeck Glück gehabt. Gegen einen glänzend aufspielenden Regionalligisten auswärts auf holprigem Geläuf hat man MIT KAMPF einen Rückstand verdient gedreht.

Und wie viele Vorgänger von Gellhaus haben die zweite Runde überhaupt erreicht?!

Bochum, Klautern oder das Derby waren unglückliche Niederlagen.

das Problem ist, dass wie vor drei Jahren eine Situation eintritt, in der man - gerade zu hause - unter Druck gerät, gewinnen zu müssen. Das kann hemmen!

Eine erste Bilanz zieht man üblicherweise nach zehn Spieltagen. Und da sind noch fünf Spiele zu absolvieren. Panik, Aktionismus und Untergangsprognosen helfen nicht weiter. Es hilft nur der unbedingte Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft!

Die Unterstützung der wahren Fans ist der Mannschaft ohnehin gewiss, denn wahre Fans sind da, wenn man sie braucht. Sie Schönwetterfans machen das nicht, sind aber im Erfolg wieder da und erzählen, was sie für tolle Fans sind...

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