SCP einigt sich mit den Fans - Klub kann mit großer Unterstützung im Heimspiel gegen Bochum rechnen Dauerkarten-Streit beigelegt

Paderborn (WB). Wegen der Erhöhung der Dauerkarten-Preise im Vergleich zur letzten Zweitligasaison des SC Paderborn drohten Fan-Gruppen vor einigen Wochen mit einem Stadionboykott bei Heimspielen. Diese Maßnahme konnte schon vor einiger Zeit abgewendet werden. Nun scheint der Streit ganz beigelegt worden zu sein.

Foto: Stefan Hörttrich

Wenige Tage vor dem Beginn der Zweitliga-Saison 2015/2016 wurde ein weiteres konstruktives Gespräch mit den Fanvertretern geführt und in wesentlichen Punkten Einigkeit mit den Anhängern erzielt. Auch deshalb kann das SCP-Team beim Heimspiel gegen den VfL Bochum (Sonntag, 26. Juli, 13.30 Uhr, Benteler-Arena) mit großer Unterstützung von der Südtribüne rechnen.
 
»Wir bedanken uns für die zielführenden Gespräche bei den Fans. Mit den gemeinsam getroffenen Vereinbarungen haben wir nun eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit in der neuen Spielzeit gefunden«, freut sich der Geschäftsführende Vizepräsident und Gesamtgeschäftsführer Martin Hornberger.

Ab der Saison 2016/2017 wird auf allen Tribünenbereichen in ausgewählten Blöcken wieder ein Kontingent an Tages- und Dauerkarten für Kinder zur Verfügung stehen. Dann wird es auch wieder eine Rabattierung direkt auf die Dauerkarten geben. Zudem wird es bei einem Verbleib in der 2. Bundesliga keine Erhöhung der Eintrittspreise in den Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018 geben. Der Verein unterstützt darüber hinaus gemeinsame Aktionen mit dem Fanprojekt Paderborn und der aktiven Szene, damit der gute Zusammenhalt weiter ausgebaut wird.

Kommentare

Die wichtigste Kuh ist vom Eis!

Es war aus Fan-Sicht klar das über allem stehende Thema: Boykott ja oder nein. Der Boykott von 10% der Anzahl an Fanclubs, die aber sicher den "harten Kern" der Südtribüne bilden, hätte erhebliche Einbußen an Stimmung bedeutet. Dem galt es entgegen zu wirken.

Sonntag deutete sich die Einigung an, als sich herumsprach, dass eine "letzte Verhandlungsrunde" am Dienstag (also gestern) Einigkeit erzielen sollte. Natürlich sollten so alle Seiten das Gesicht wahren - das kennt man aus der Politik oder bei Tarifverhandlungen.

Einen Beitrag haben sicher Erkenntnisse geliefert, dass den Platz der Ultras bei einem Boykott eben andere eingenommen hätten, was auch die Vorverkaufszahlen zeigten.

Am Ende ist ein Boykott schnell ausgesprochen, aber bei ihm verlieren immer ALLE! Und somit sind jetzt ALLE die Gewinner. Gut so!!!

Die "zielführenden Gespräche" und der Wille zur Unterstützung der Mannschaft mit "gemeinsamen Aktionen" (Zuschüsse des Vereins?) sollte man jetzt nichts als "Käuflichkeit" diffamieren, aber Sprechchöre wie "Fußball muss bezahlbar sein" oder "Hornberger raus" - wie man sie erwarten kann -, würden den Vorwurf von Heuchelei natürlich kaum entkräften lassen!

Jetzt darf die Saison endlich anfangen! Ich freue mich!!!

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