SCP muss mehr Spieler ersetzen als befürchtet Weitere Abgänge drohen

Paderborn (WB). Von einer »spannenden Aufgabe« sprach Paderborns neuer Cheftrainer Markus Gellhaus bei seiner Vorstellung vor elf Tagen. Was die Kaderplanung des Erstliga-Absteigers angeht, hätte sich der 45-Jährige wohl etwas weniger Spannung gewünscht. Elf Abgänge, zum Teil möglich geworden aufgrund von Ausstiegsklauseln, sind doch mehr, als der Verein erwartet hatte.

Von Peter Klute
Marvin Bakalorz im Heimspiel gegen Freiburg Ende 2014 mit einer artistischen Einlage.
Marvin Bakalorz im Heimspiel gegen Freiburg Ende 2014 mit einer artistischen Einlage. Foto: Stefan Hörttrich

Am Mittwoch bestätigte der SV Darmstadt den schon vermeldeten Transfer von Mario Vrancic , der bei den Lilien einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Ein Verlust, der dem SCP besonders weh tut. Auch der angekündigte Wechsel von Lukas Rupp (bis 2018 beim VfB Stuttgart) ist fix , konnte aber kaum noch schocken. Da Rupps Vertrag nur für die 1. Liga galt, war sein Abschied bereits mit dem Abstieg besiegelt.

Und es könnte bekanntlich noch schlimmer kommen, denn auch die Abgänge von Moritz Stoppelkamp, Süleyman Koc, Marvin Bakalorz und Rafa López drohen nach wie vor, obwohl es laut Manager Michael Born aktuell »keine Bewegung« gebe. Die Fristen laufen am 30. Juni aus, erst dann kann der Verein richtig planen und die Einnahmen in neue Spieler investieren.

Wenn keiner mehr geht, sollen noch drei bis vier Neue kommen, fürs offensive Mittelfeld und den Angriff. »Mehr als 24 Spieler machen wenig Sinn«, will Gellhaus seinen Kader nicht zu sehr aufblähen. 21 Feldspieler durfte er beim Vorbereitungsauftakt am Montag begrüßen, nach dem Weggang von Vrancic sind es noch 20, von denen zwei momentan mit dem Training aussetzen müssen. Kapitän Uwe Hünemeier plagen Leistenprobleme. Srdjan Lakic hat sich eine Risswunde am Fuß zugezogen.

Testspiele im Trainingslager

Während des Trainingslagers in Österreich (6. bis 14. Juli in der Steiermark) wird der SCP drei Testspiele bestreiten. Mit dem tschechischen Erstligisten FL Mlada Boleslav (8. Juli, 18.30 Uhr), dem österreichischen Zweitligisten Linzer ASK (11. Juli, 16 Uhr) und dem englischen Premier League-Klub Bolton Wanderers (13. Juli, 17 Uhr) aus der Paderborner Partnerstadt haben die Ostwestfalen hochkarätige Gegner gewonnen.

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